Muslimischer Mob überfiel christliche Kirche in Ägypten

Eine Gruppe gewaltbereiter Muslime drang in die koptische Kirche von Gizeh ein. Einrichtung wurde zerstört, anwesende Christen wurden attackiert.

Die Presse.com

Eine christliche Kirche außerhalb von Kairo ist laut Medienberichten (Samstag) von einem muslimischen Mob überfallen worden. Demnach stürmte nach dem Freitagsgebet eine Gruppe gewaltbereiter Muslime die koptische Kirche von Gizeh und zerstörte unter lautem Geschrei Teile der Einrichtung, wie die Nachrichtenagentur Kathpress am Samstag berichtet.

Nach Angaben der koptischen Diözese Atfih sind auch anwesende Christen tätlich angegriffen worden. Sicherheitskräfte hätten die Angreifer letztlich vertrieben.

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Der Mann, der Bayern zum totalen katholischen Staat formte

Das Gemälde von Fidelis Schabet zeigt den späteren Kurfürsten Maximilian I. nach der Vollendung des Residenzbaus zu München anno 1619. (Foto: Sammlung Megele/SZ Photo)
Kurfürst Maximilian I. prägte den Dreißigjährigen Krieg – und verbot Fensterln und Tanz. Eine neue Biografie beleuchtet das Umfeld des wohl bedeutendsten bayerischen Herrschers.

Rezension von Hans Kratzer | Süddeutsche Zeitung

Mit ihren Herrschern zu hadern, das gehört zum Selbstverständnis der Bayern. Umso merkwürdiger, dass ausgerechnet jene Häupter in guter Erinnerung geblieben sind, die das Volk irritiert und drangsaliert haben.

Über kaum einen bayerischen Herrscher ist mehr geschrieben worden als über den Kurfürsten Maximilian I., der seine Untertanen in seinem katholischen Übereifer streng an der Kandare hielt.

Der Kurfürst verbot alles, was heute als Folklore zelebriert wird

Er verbot alles, was den Menschen das Leben auch nur ansatzweise versüßt hätte: das Fensterln zum Beispiel, auch das Tanzen, das gemeinsame Bad von Männern und Frauen und darüber hinaus so ziemlich alles, was heute als bayerische Folklore zelebriert wird.

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Neonazistisch? Dieses Video ist Hitler pur!

Das Video, in dem ein Mann einen jüdischen Restaurantbesitzer mit Furor beschimpft, gehört vielleicht nicht auf Facebook. Aber in Schulbücher. Es ist ein trauriges Dokument, 73 Jahre nach Auschwitz.

Von Peter Huth | DIE WELT

Nicht jede Kritik am Staat Israel ist antisemitisch. Aber alle Antisemiten kritisieren Israel. Und am Ende rufen sie: „Ab in die Gaskammern.“ Radikale Muslime. Aber auch deutsche Mittelstandsbürger.

Das Video, das seit ein paar Tagen im Internet zu finden ist, zeigt einen Mann, 60 Jahre alt, in blauer Jacke mit Fellkragen vor einem Lokal im Berliner Stadtteil Schöneberg. Unvermittelt beschimpft er den Gastronomen, einen Juden. Dessen Freundin filmt.

Die Hassrede beginnt, indem er behauptet, er habe „nichts gegen Menschen“, Israel aber führe ‚„70 Jahre Krieg gegen die Palästinenser“. Dann kommt er schnell zu dem Punkt, die Restaurantbetreiber seien „nur Gäste“ in „seinem Land“, woraus folgt: „Du hast aber keine Heimat“, und schließlich: „Du kriegst deine Rechnung.“

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Ermittlung gegen „Konkret“ : Was ist denn bitte eine Satire?

Ich schau dir in die Augen, gesellschaftlicher Verblendungszusammenhang. ©Picture-Alliance
Wie schnell ist so ein Volk denn verhetzt? Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt gegen das Magazin „Konkret“ und übersieht Satirezusammenhänge.

Von Andrea Diener | Frankfurter Allgemeine

Ein deutlicher Hinweis auf das Vorliegen eines Satiresachverhaltes kann neben den üblichen Stilmerkmalen Übertreibung („Hyperbel“) oder Nebeneinanderstellung hoher und niedriger Werte („Bathos“) auch der Verfasser eines Textes sein. Wenn der einmal Chefredakteur eines großen Satiremagazins war, hat in Sachen Wörtlichnehmung des vorliegenden Textes Vorsicht zu walten und die sofortige Prüfung auf Vorliegen einer Ironieebene zu erfolgen.

Wir schreiben das hier extra mit so vielen Passivkonstruktionen, damit das auch Behörden verstehen, besonders aber die Staatsanwaltschaft Hamburg, die zurzeit eine Vorreiterrolle in Sachen Satirewörtlichnehmung einnimmt. Sie schickte dem Magazin „Konkret“ einen Brief, in dem sie um Geburtsname und Anschrift einiger Redakteure bat, da man gerade ein Verfahren wegen möglicher Volksverhetzung gemäß Paragraph 130 Strafgesetzbuch führe, und zwar wegen der Titelaufschrift „Kauft nicht bei Deutschen!“

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Zentralratspräsident wirbt für Anerkennung Jerusalems

Jerusalem. Bild: Andrew Shiva / CC BY-SA 4.0
Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat Europa zur Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt aufgerufen. Präsident Josef Schuster nannte dies „einen naheliegenden Schritt“.

DER TAGESSPIEGEL

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat Europa aufgerufen, ebenso wie die US-Regierung Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. US-Präsident Donald Trump habe mit seiner Anerkennung „eigentlich nur einen Punkt benannt, der sowieso schon Fakt ist“, sagte der Zentralratspräsident Josef Schuster der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstagsausgabe). „Das israelische Parlament, der Staatspräsident, der Ministerpräsident und die Mehrheit der Ministerien haben ihren Sitz in Jerusalem. Staatsbesuche finden in Jerusalem statt.

Insofern halte er eine Anerkennung Jerusalems durch die EU-Staaten „für einen naheliegenden und guten Schritt“, fügte Schuster hinzu.

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CDU-Vize Strobl will Flüchtlingszuzug auf 65.000 im Jahr begrenzen

Angela Merkel und Thomas Strobl © 2017 AFP
CDU-Bundesvize Thomas Strobl hat sich vor den Gesprächen mit der SPD über eine Regierungsbildung dafür ausgesprochen, die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland deutlich zu senken.

stern.de

CDU-Bundesvize Thomas Strobl hat sich vor den Gesprächen mit der SPD über eine Regierungsbildung dafür ausgesprochen, die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland deutlich zu senken. „Ich mache mich dafür stark, dass wir wieder normale Zuzugszahlen bekommen – dabei denke ich gar nicht an die viel diskutierten 200.000 pro Jahr“, sagte Strobl der „Heilbronner Stimme“ (Samstagsausgabe). „Ich möchte gerne jährliche Zugänge ansteuern, die weit darunter liegen.“

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Kramp-Karrenbauer für Frauen im katholischen Priesteramt

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer kann sich katholische Priesterinnen „sehr gut vorstellen“.

Frankfurter Rundschau

„Ich weiß aber auch, wie schwierig dieses Thema in der katholischen Weltkirche ist“, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. „Für mich wäre es ein erster wichtiger Schritt, dass Frauen auch für das Diakonat zugelassen werden.“ Das Diakonat ist die erste Weihestufe in der katholischen Kirche, es folgen Priester und Bischof. Bisher sind in allen drei Stufen nur Männer erlaubt.

Islamexperte Mansour nennt Islamverbände „scheinheilig“: „Irgendwann ist es genug“

Islam-Experte Ahmad Mansour wirft den Islamverbänden in Deutschland vor, in der Antisemitismusdebatte „scheinheilig“ zu handeln. Die Problematik solle stattdessen in Moscheen und Gemeinden ehrlich thematisiert werden.

domradio.de

„Mahnwachen zu veranstalten und zu sagen, dass Juden nicht rassistisch behandelt werden dürfen“, helfe nicht weiter, „wenn das Thema in den Moscheen und Gemeinden gar nicht mutig und ehrlich angesprochen wird“, sagte der Islam-Experte Ahmad Mansour der „Welt“ am Freitag.

Demonstrationen verbieten und Hetze bestrafen

Zudem fordert er im Kampf gegen muslimischen Antisemitismus auch Demonstrationsverbote. Bei den Kundgebungen zum Al-Kuds-Tag etwa komme es seit Jahren zu antisemitischen Äußerungen: „Irgendwann ist es genug.“ Solche Demos zum Beispiel auf dem Berliner Kurfürstendamm, „der geschichtlich viel mit dem Holocaust zu tun hat“, sollte man daher „komplett verbieten“, so Mansour weiter: Wer zu Gewalt aufrufe, „muss definitiv wissen, dass er in Deutschland keinen Platz hat“.

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Apostel Marx sollte seine Männer-Bünde ehelich beraten

Bild: DIE WELT
Reinhard Kardinal Marx, hat mit Blick auf die Ehe für alle „Respekt vor der Schöpfung“ angemahnt.

Von Matthias Kamann, Jacques Schuster | DIE WELT

  • Marx stört an den Debatten über neue Formen der Ehe, „dass man das Kind in solchen Debatten zum Produkt macht“.
  • Zudem äußerte der Chef der Bischofskonferenz Furcht vor einem Wiedererstarken des Kommunismus.

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, hat mit Blick auf die Ehe für alle „Respekt vor der Schöpfung“ angemahnt. Im Interview der WELT AM SONNTAG sagte der Erzbischof von München und Freising: „Die Ehe sollte auf die Beziehung zwischen Mann und Frau bezogen bleiben.“ Der Staat könne den Begriff der Ehe nicht einfach umdefinieren, „denn er basiert ja auf der Tatsache, dass die Ehe als Verbindung von Mann und Frau und auf Weitergabe des Lebens ausgerichtet schon vor ihm da ist, sie ist gewissermaßen die Voraussetzung dafür, dass es den Staat überhaupt gibt“.

Marx sagte, dies bedeute nicht, dass damit eine „Diskriminierung anderer Lebenspartnerschaften einherginge“. So habe es das Bundesverfassungsgericht bislang auch gesehen. „Dass es diese Partnerschaften gibt, ist in Ordnung, so ist es in dieser Welt, und ich kann es auch nicht schlecht finden, wenn Menschen füreinander einstehen und Verantwortung übernehmen. Aber der Begriff der Ehe meint etwas anderes, und zwar schon immer.“

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Schweiz: Kreationismus, Piusbruderschaft und politische Doppelmoral von SVP und CVP

Piusbruder Matthias Gaudron lehrt in Wangs/SG den Kreationismus: SVP und CVP störts nicht
Eine Phalanx von SVP und CVP versenkte im St. Galler Kantonsrat eine Motion, die den Schulen der Piusbrüder Grenzen setzen wollte.

Von Kurt Marti | INFOsperber

Wenn es darum geht, die Werte der Freiheit und der Demokratie gegen den Islam zu verteidigen, stehen die christlich-abendländischen Vorkämpfer der SVP und der CVP mit grimmigen Gesichtern zuvorderst in der Reihe. Wie ernst es ihnen mit der Verteidigung dieser Werte tatsächlich ist, zeigt ihr Verhalten gegenüber fundamentalistischen Tendenzen in den eigenen Reihen.

Zum Beispiel im Kanton St. Gallen, dem Eldorado für Privatschulen, insbesondere der katholisch-konservativen Prägung wie die erzkatholische Piusbruderschaft, welche Kindergärten, Primar-, Sekundar- und Mittelschulen in Wangs, Oberriet und Wil betreibt. Nota bene mit dem offiziellen Segen des kantonalen Bildungsdepartementes.

Kriterien des Bundesgerichts nicht erfüllt

Rückblick: Im Oktober 2016 hat sich das Bundesgericht gegen die Eröffnung eines islamischen Kindergartens in Volketswil/ZH ausgesprochen, weil die Bildungsziele der Volksschule nicht erfüllt waren.

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Religiös nicht nur zur Weihnachtszeit?

Weihnachtsgottesdienst in der evangelischen Kirchengemeinde Schloß-Ricklingen bei Hannover (imago/epd )
Fragen des Glaubens und generell das Thema Religion spielen derzeit vor allem in politischen Debatten eine Rolle. Offenbar gibt es Konfliktfelder zwischen „Staat“ und „Religion“. Wir fragen: Wie groß muss und kann der „Sicherheitsabstand“ zwischen Religion und Politik sein?

Moderation: Annette Riedel | Deutschlandfunk Kultur

„Heidenrepublik Deutschland“ nennt der Historiker Michael Wolffsohn die Bundesrepublik. Kaum jemand wisse mehr, warum Weihnachten überhaupt gefeiert würde. All jenen, in deren Augen Religion in der Moderne zum rein Folkloristischen verkommen ist, widerspricht der Soziologe Hans Joas. Er sagt: Das Religiöse sei in Deutschland und Europa keineswegs ungebremst auf dem Rückzug – anders als vorhergesagt. Er spricht von einer wieder erstarkenden „Macht des Heiligen“.

Fakt ist, dass nicht zuletzt durch Migranten, die mehrheitlich „Religion im Gepäck“ mitbringen, die Frage nach dem Glauben neue gesellschaftliche und politische Relevanz bekommen hat. Wie ist das Verhältnis zwischen den Religionen zu organisieren? Welche Konflikte birgt es? Und wie groß muss und kann der „Sicherheitsabstand“ zwischen Religion und Politik sein?

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Terrorverfahren bei Bundesanwaltschaft fast verfünffacht

Die Zahl der Terrorverfahren beim Generalbundesanwalt hat 2017 enorm zugenommen.

Frankfurter Rundschau

In diesem Jahr seien rund 1200 Verfahren wegen Terrorismusverdachts neu eingeleitet worden, davon etwa 1000 mit islamistischem Hintergrund, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur in Karlsruhe. Damit hat sich die Zahl gegenüber dem Vorjahr fast verfünffacht: 2016 waren es rund 250 Fälle gewesen, davon etwa 200 aus dem Islamismus-Bereich.

Jerusalem-Votum in der UNO: Selbstzugefügte Wunden

Trump hat die Fronten zwischen Israel und den Arabern ohne Not wieder vertieft

Von Gudrun Harrer | derStandard.at

Die Uno-Generalversammlung hat sich mit einer großen Mehrheit gegen die US-Entscheidung ausgesprochen, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. So weit, so erwartbar: Die internationale Gemeinschaft schüttelt eben nicht, nur weil es der US-Präsident eines Tages so will, prompt die jahrzehntelange Rechtsmeinung ab, dass der Status Ostjerusalems ungeklärt sei. Wobei eine Resolution der Generalversammlung ohnehin keine Konsequenzen hat.

Und dennoch tut sie sowohl den USA als auch Israel weh. Und die Wunden sind teilweise selbst zugefügt. Die US-Drohungen vor der Abstimmung haben auch das Maß dessen überschritten, was man vom Brachialpolitiker Donald Trump kennt.

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Antisemitismus wird leichter geäußert

Judenhass äußert sich nach Ansicht der Berliner Historikerin und Antisemitismus-Expertin Juliane Wetzel zunehmend öffentlich. Der unterschwellige, latent vorhandene Antisemitismus breche sich heutzutage eher Bahn.

evangelisch.de

Was früher vielleicht an einem Stammtisch geäußert wurde, werde jetzt lauthals auf der Straße gesagt, sagte die Wissenschaftlerin vom Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin am Freitag im RBB-Inforadio.

Wetzel zufolge hat der Antisemitismus in Deutschland nicht unbedingt zugenommen. Es gebe allerdings wellenartige Bewegungen und Ausschläge nach oben, etwa wenn es zu wachsenden Spannungen im Nahost-Konflikt komme. Zugleich erinnerte sie daran, dass etwa 90 Prozent der antisemitischen Straftaten in Deutschland von Rechtsextremisten begangen werden und nicht von Muslimen.

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EU will Definition von Barmitteln auf Schmuck und Wertgegenstände ausdehnen

Grafik: TP
Auch Scheine und Gegenstände unterhalb der 10.000-Euro-Grenze sollen künftig beim Grenzübertritt konfisziert werden können

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Die EU-Parlamentsausschüsse für Wirtschaft und für „Bürgerliche Freiheiten“ haben einem von der Kommission vorgelegten Entwurf für eine EU-Verordnungsentwurf Nr. 1889/2005 zugestimmt, der „Kontrolllücken“ beim Grenzübertritt und bei der „Terrorbekämpfung“ schließen soll.

Konkret sieht er unter anderem vor, dass Zollbehörden künftig auch dann Erkenntnisse über mitgeführte Barmittel sammeln und an Drittstaaten weitergeben dürfen, wenn sie unterhalb der erlaubten Summe von 10.000 Euro liegen. Bei diesen Erkenntnissen kann es sich beispielsweise um die persönlichen Daten des Mitführers und um dessen Angaben zur Herkunft und beabsichtigten Verwendung des Geldes handeln. In der Begründung dazu heißt es sinngemäß, es habe in der Vergangenheit ja auch Terroristen gegeben, die mit weniger als 10.000 Euro in der Tasche Grenzen überschritten.

Potenziell problematischer ist eine Definitionsänderung, die die Verordnung enthält: Als „Barmittel“ sollen künftig nämlich nicht nur Scheine und Münzen, sondern auch Prepaid-Karten, Gold, Schmuck und andere Wertsachen gelten, die die EU-Kommission auf eine noch anzufertigende und jederzeit änderbare Liste setzt. Das schafft viele Unsicherheit – und wahrscheinlich auch ungewollte Verstöße. Denn welche betuchte Dame weiß schon genau, auf wie viel der Zöllner ihren Schmuck taxiert, den sie beispielsweise zum Wiener Opernball mitnimmt?

Noch mehr Unsicherheit schafft die neue Möglichkeit, Barmittel auch dann für bis zu 30 Tage zu konfiszieren, wenn die 10.000-Euro-Grenze weder mit Scheinen noch mit Wertsachen überschritten wird. „Es reicht“, so der Wirtschaftsblogger Norbert Häring, „dass den Zollbeamten irgendetwas an Ihnen kriminell vorkommt, dass Sie zum Beispiel durch irgendwelche Umstände den Eindruck vermitteln, Sie könnten Steuern hinterzogen haben oder hinterziehen wollen“:

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Mädchen gegen Soldat

Sucht Konfrontation: Hier stellt sich die junge Palästinenserin Ahed Tamimi (rechts) israelischen Soldatinnen entgegen. (Foto: Abbas Momani/AFP)
  • Im Netz verbreiten sich Videos einer Auseinandersetzung zwischen einer 16-jährigen Palästinenserin und zwei israelischen Soldaten.
  • Für die einen sind es Bilder einer echten Heldin. Die anderen wollen sie im Gefängnis sehen.
  • Es ist ein Beispiel dafür, wie Israelis und Palästinenser auch online um Interpretationshoheit ringen.

Alexandra Föderl-Schmid | Süddeutsche Zeitung

Eine Aufnahme, zwei Welten, zwei Sichtweisen: Das Video eines palästinensischen Mädchens, das zwei israelische Soldaten provoziert, schubst, sogar ins Gesicht schlägt, verbreitete sich rasant im Netz. „Das müssen Sie sich anschauen: Das ist es, was israelische Soldaten durchmachen müssen“, schrieb die Organisation Israel Project dazu, die als Erste die Aufnahmen am vergangenen Montag ins Netz gestellt hatte, und: „Sie werden das nie in den Nachrichten sehen.“ Binnen drei Stunden wurde das Video 170 000 Mal aufgerufen, inzwischen hat es mehrere Millionen Menschen erreicht. Es verbreitet sich viral über die sozialen Netzwerke.

Der Vorfall hatte sich vergangenen Freitag in Nabi Saleh im Westjordanland zugetragen. Die beiden Mädchen sind die 16-jährige Ahed Tamimi und ihre 20-jährige Cousine Nur Tamimi. Ausschnitte des Vorfalls waren noch am selben Tag auf dem Sender Ramallah News zu sehen. Sie erregten aber kein großes Aufsehen – bis proisraelische Organisationen und Personen für rasante Weiterverbreitung sorgten.

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Bedford-Strohm: Weihnachtsfreude wirkt Nationalismus entgegen

Propaganda der „Deutschen Christen“ in Berlin (Bild: Bundesarchiv, Bild 183-1985-0109-502 / CC-BY-SA)
In seiner Weihnachtsbotschaft bezeichnet der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, die Weihnachtsfreude als „stärkste Medizin gegen den Virus des Nationalismus, der Fremdenfeindlichkeit und des religiösen Fanatismus“.

EKD

Weihnachten sei das Fest der Liebe. „Jesus war Jude, aber seine Botschaft von Gottes Liebe hat alle Ländergrenzen übersprungen“, sagte Bedford-Strohm in seiner Botschaft, die die EKD verbreitete. Gottes Liebe gelte jedem Menschen auf dieser Erde.

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Dodo Ditib warnt vor Intoleranz in der Gesellschaft

Der türkisch-islamische Verband Ditib warnt vor einer wachsenden Intoleranz in der deutschen Gesellschaft. „Wir erleben heute wieder Anfeindungen auf unseren Straßen, die wir für überwunden hielten“, schreibt der Ditib-Vorsitzende Nevzat Asikoglu in seiner am Freitag in Köln veröffentlichten Weihnachtsbotschaft.

evangelisch.de

„Menschenfeindlichkeit und das Infragestellen unserer freiheitlich-demokratischen Werte auf vielen Ebenen unserer Gesellschaft werden bedauerlicherweise zunehmend salonfähig“, erklärte der Ditib-Vorsitzende. Auch der Umgang mit religiösen Minderheiten in der Welt stimme „sorgenvoll“.

Die Religionsgemeinschaften müssten sich gegen Hass und für den Zusammenhalt der Gesellschaft positionieren, erklärte Asikoglu. 2017 habe das Reformationsjubiläum evangelische, katholische, orthodoxe, jüdische und muslimische Gläubige in Deutschland näher zusammen gebracht, lobte der Ditib-Vorstandsvorsitzende.

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Wer die Toten von Mossul ignoriert, nimmt den nächsten Krieg in Kauf

Während der Gefechte in Mossul Anfang Juli dieses Jahres trauert ein Mann um seine getötete Tochter. (Foto: dpa)
Der Preis für die Befreiung vom IS war viel höher als angenommen. Die internationale Koalition will das nicht wahrhaben. Damit legt sie die Saat für den nächsten Konflikt.

Von Moritz Baumstieger | Süddeutsche Zeitung

Der Trend zur Urbanisierung macht auch vor den Kriegen nicht halt, gekämpft und gestorben wird heute vor allem in den Städten. Ob in Aleppo, Mossul, Raqqa oder nun in Sanaa: Aufständische haben erkannt, dass im Häusermeer der Metropolen ein idealer Kampfplatz steckt.

Vorbei sind die Zeiten, in denen der Vietcong im Dschungel abtauchte oder sich die Mudschahedin in den entlegenen Berghöhlen Afghanistans verkrochen. Heute liegen die Verstecke in den Kellern der Häuser, Schutz bietet die Masse der Zivilisten. So wird die Stadt wieder zur Festung: Sie ist kaum einzunehmen, aber steckt voller symbolischer Ziele, die der Gegner angreifen muss.

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Finanz-Skandal rund um den Obersten Papstberater Maradiaga

Óscar Andrés Kardinal Rodríguez Maradiaga (2008). Bild: wikipedia.org/CC BY-SA 3.0 – Gabriele Merk

Papstberater Kardinal Maradiaga soll jahrelang von seiner katholischer Universität ein monatliches Gehalt von etwa 35.000 Euro erhalten haben. Bei Finanzspekulation soll er 1 Million Euro verloren haben

kath.net

Ein neuer Skandal erschüttert den Vatikan. Der oberste Papstberater, Oscar Kardinal Maradiaga, der selber gerne die Armut gepredigt hat, soll laut der italienischen Tageszeitung „L’Espresso“ jahrelang von der katholischen Universität von Honduras ein monatliches (!) Gehalt von etwa 35.000 Euro erhalten haben, als Bonus bekam er in einem Monat sogar über 55.000 Euro. Maradiaga war früher Präsident von Caritas International und ist der Chefkoordinator der Päpstlichen Kurienreform. Papst Franziskus soll inzwischen über die Vorwürfe informiert worden sein.

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