Antisemitismus wird leichter geäußert


Judenhass äußert sich nach Ansicht der Berliner Historikerin und Antisemitismus-Expertin Juliane Wetzel zunehmend öffentlich. Der unterschwellige, latent vorhandene Antisemitismus breche sich heutzutage eher Bahn.

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Was früher vielleicht an einem Stammtisch geäußert wurde, werde jetzt lauthals auf der Straße gesagt, sagte die Wissenschaftlerin vom Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin am Freitag im RBB-Inforadio.

Wetzel zufolge hat der Antisemitismus in Deutschland nicht unbedingt zugenommen. Es gebe allerdings wellenartige Bewegungen und Ausschläge nach oben, etwa wenn es zu wachsenden Spannungen im Nahost-Konflikt komme. Zugleich erinnerte sie daran, dass etwa 90 Prozent der antisemitischen Straftaten in Deutschland von Rechtsextremisten begangen werden und nicht von Muslimen.

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