Islamexperte Mansour nennt Islamverbände „scheinheilig“: „Irgendwann ist es genug“


Islam-Experte Ahmad Mansour wirft den Islamverbänden in Deutschland vor, in der Antisemitismusdebatte „scheinheilig“ zu handeln. Die Problematik solle stattdessen in Moscheen und Gemeinden ehrlich thematisiert werden.

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„Mahnwachen zu veranstalten und zu sagen, dass Juden nicht rassistisch behandelt werden dürfen“, helfe nicht weiter, „wenn das Thema in den Moscheen und Gemeinden gar nicht mutig und ehrlich angesprochen wird“, sagte der Islam-Experte Ahmad Mansour der „Welt“ am Freitag.

Demonstrationen verbieten und Hetze bestrafen

Zudem fordert er im Kampf gegen muslimischen Antisemitismus auch Demonstrationsverbote. Bei den Kundgebungen zum Al-Kuds-Tag etwa komme es seit Jahren zu antisemitischen Äußerungen: „Irgendwann ist es genug.“ Solche Demos zum Beispiel auf dem Berliner Kurfürstendamm, „der geschichtlich viel mit dem Holocaust zu tun hat“, sollte man daher „komplett verbieten“, so Mansour weiter: Wer zu Gewalt aufrufe, „muss definitiv wissen, dass er in Deutschland keinen Platz hat“.

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