Jerusalem-Votum in der UNO: Selbstzugefügte Wunden


Trump hat die Fronten zwischen Israel und den Arabern ohne Not wieder vertieft

Von Gudrun Harrer | derStandard.at

Die Uno-Generalversammlung hat sich mit einer großen Mehrheit gegen die US-Entscheidung ausgesprochen, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. So weit, so erwartbar: Die internationale Gemeinschaft schüttelt eben nicht, nur weil es der US-Präsident eines Tages so will, prompt die jahrzehntelange Rechtsmeinung ab, dass der Status Ostjerusalems ungeklärt sei. Wobei eine Resolution der Generalversammlung ohnehin keine Konsequenzen hat.

Und dennoch tut sie sowohl den USA als auch Israel weh. Und die Wunden sind teilweise selbst zugefügt. Die US-Drohungen vor der Abstimmung haben auch das Maß dessen überschritten, was man vom Brachialpolitiker Donald Trump kennt.

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