Religiös nicht nur zur Weihnachtszeit?


Weihnachtsgottesdienst in der evangelischen Kirchengemeinde Schloß-Ricklingen bei Hannover (imago/epd )
Fragen des Glaubens und generell das Thema Religion spielen derzeit vor allem in politischen Debatten eine Rolle. Offenbar gibt es Konfliktfelder zwischen „Staat“ und „Religion“. Wir fragen: Wie groß muss und kann der „Sicherheitsabstand“ zwischen Religion und Politik sein?

Moderation: Annette Riedel | Deutschlandfunk Kultur

„Heidenrepublik Deutschland“ nennt der Historiker Michael Wolffsohn die Bundesrepublik. Kaum jemand wisse mehr, warum Weihnachten überhaupt gefeiert würde. All jenen, in deren Augen Religion in der Moderne zum rein Folkloristischen verkommen ist, widerspricht der Soziologe Hans Joas. Er sagt: Das Religiöse sei in Deutschland und Europa keineswegs ungebremst auf dem Rückzug – anders als vorhergesagt. Er spricht von einer wieder erstarkenden „Macht des Heiligen“.

Fakt ist, dass nicht zuletzt durch Migranten, die mehrheitlich „Religion im Gepäck“ mitbringen, die Frage nach dem Glauben neue gesellschaftliche und politische Relevanz bekommen hat. Wie ist das Verhältnis zwischen den Religionen zu organisieren? Welche Konflikte birgt es? Und wie groß muss und kann der „Sicherheitsabstand“ zwischen Religion und Politik sein?

Anhören