16-jähriger Syrer darf seine Familie nach Deutschland holen


Viele Flüchtlinge lassen ihre Angehörigen zurück oder werden auf der Flucht von ihren Familien getrennt. (Foto: dpa)
Nach jahrelangem Rechtsstreit gibt ein Gericht dem jungen Flüchtling recht. Das Urteil könnte ein Präzedenzfall für andere Familien werden.

Von Bernd Kastner | Süddeutsche Zeitung

Erstmals hat das Verwaltungsgericht Berlin das Auswärtige Amt verurteilt, aus humanitären Gründen einer syrischen Familie ein Visum auszustellen, um zu ihrem kranken Sohn und Bruder nach Deutschland zu reisen. Dieser war 2015 als 14-Jähriger geflohen, hatte aber nur subsidiären Schutz zugesprochen bekommen.

Für Flüchtlinge mit diesem Status ist der Familiennachzug seit knapp zwei Jahren ausgesetzt, über die mögliche Verlängerung wird seit Monaten politisch heftig gerungen. Es gibt parallel auch die Möglichkeit des Nachzugs aus humanitären und völkerrechtlichen Gründen. Diesen Weg ebnet das Berliner Gericht der Familie. Das Urteil wird auch rechtskräftig werden.

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