Breitscheidplatz: Wer ist der Imam, der bei der Gedenkfeier betete?


Bild; Video N24. Screengrab: bb
Die Gedenkfeier für die Opfer des Anschlags auf dem Berliner Breitscheidplatz sorgt für Empörung beim American Jewish Committee. Im Zentrum der Kritik steht ein Imam, der ein Gebet sprach, und ein fragwürdiger Facebook-Post.

Von Manuel Bewarder, Ricarda Breyton | DIE WELT

Nach den Gedenkfeierlichkeiten zum Jahrestag des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz steht die Evangelische Kirche Berlin in der Kritik. Grund ist ihre Zusammenarbeit mit der Dar-as-Salam-Moschee, die wiederholt in den Berichten des Berliner Verfassungsschutzes auftaucht. Mohamed Matar – ein Jugendseelsorger der Moschee – hatte neben Vertretern des Christen- und Judentums ein Gebet bei der Gedenkfeier gesprochen. Eingeladen hatte ihn die evangelische Kirche – auf Vorschlag des Berliner Zentralrats der Muslime.

Das American Jewish Committee (AJC) reagierte empört, nachdem die „Bild“-Zeitung den Fall öffentlich gemacht hatte. Es sei zynisch, dass ausgerechnet ein Vertreter einer vom Verfassungsschutz „beobachteten“ Moschee bei der Gedenkfeier gesprochen habe, schrieb die Organisation bei Twitter. Die Dar-as-Salam-Moschee wird regelmäßig in den Berichten des Verfassungsschutzes aufgelistet, weil sie Verbindungen zur Muslimbruderschaft haben soll. Schon mehrmals hatte die evangelische Berliner Gedächtniskirche mit dem Moscheeverein zusammengearbeitet – und ihr Vorgehen stets verteidigt.

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