„Die Jungfräulichkeit Marias ist biologisch nicht deutbar“


Die Geburt von Jesus Christus durch eine Jungfrau unterstreicht ihren Stellenwert als göttliches Wunder. Die Jungfrauengeburt Marias hatte Vorbilder im Alten Testament, ist aber dennoch einzigartig und der Kern der christlichen Marienverehrung.

Von Johanna Grillmayer | religion.ORF.at

Es ist alles andere als „belegt“, dass die Mutter von Jesus Christus unbedingt im biologischen Sinn jungfräulich war: Das hebräische Wort almah bedeutet junge Frau, vielleicht Hofdame, so die Theologin Irmtraud Fischer im Gespräch mit religion.ORF.at. In der griechischen Übersetzung, an der die Evangelien sich orientieren, der Septuaginta, wird das mit parthenos übersetzt. Das bedeutet Jungfrau im Sinne von: noch nicht verheiratet.

Das Eingreifen Gottes

Dabei ist die Jungfräulichkeit Marias in der Bibel „ganz wichtig, sie ist aber keine biologische, sondern eine theologische“, sagte die Theologin, die das Institut für Alttestamentliche Bibelwissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz leitet. „Die Bibel macht theologische Aussagen, das hat mit Biologie nichts zu tun. Es geht um das Eingreifen Gottes.“

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