Die letzten Kämpfer gegen Erdogan


Das kurdische Diyarbakir im Südosten der Türkei: Viele Kinder sind nach den Bombardierungen der vergangenen Jahre traumatisiert Quelle: picture alliance/AP Photo
In der Türkei stehen Nichtregierungsorganisationen unter großem Druck – nur regierungsnahe Vereine sind erwünscht. Trotz der Verhaftungen und fehlender Gelder führen einige ihre Arbeit weiter.

Von Zeynep Simsek | DIE WELT

Die Rechte von Homosexuellen werden gestärkt, Frauen auf ihrem Weg zur Gleichberechtigung unterstützt, und traumatisierten kurdischen Kindern wird geholfen. Über lange Zeit trugen Nichtregierungsorganisationen entscheidend zur Modernisierung der Türkei bei. Aus heutiger Sicht ist es kaum vorstellbar, dass dieses zivilgesellschaftliche Engagement mal möglich war.

Seit mehr als einem Jahr herrscht in dem Land der Ausnahmezustand – nach dem Putschversuch am 15. Juli 2016 wurde er von Präsident Recep Tayyip Erdogan verhängt und seitdem immer wieder verlängert. Für viele türkische Vereine und zivilgesellschaftliche Organisationen bedeutet der Ausnahmezustand das Ende, denn er erlaubt der Regierung, per Notstandsdekret unliebsame Gruppen zu verbieten. Nahezu 400 Nichtregierungsorganisationen (NGOs) wurden bereits geschlossen.

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