Der ökumenische Aufbruch im Lutherjahr blieb aus


Auf protestantischer wie katholischer Seite agieren weiter die Skeptiker / Aber der „Grundwasserspiegel der Freundschaft“ steigt.

Von Gerhard Kiefer | Badische Zeitung

Für ökumenische Utopien steht Wolfgang Huber eigentlich nicht. Dennoch will der frühere Berliner Bischof und langjährige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sich „nicht vorstellen, dass der dritte Ökumenische Kirchentag 2021 wieder ohne gemeinsames Abendmahl stattfindet“. Lässt sich das Haupthindernis für ein eucharistisch fundiertes Miteinander von Protestanten und Katholiken in so kurzer Zeit überwinden? Hat dafür das Lutherjahr 2017 den Weg bereitet? Oder enttarnt sich, so vielen ökumenischen Gebeten, Gedenkfeiern und Gottesdiensten zum Trotz, Hubers Hoffnung als Illusion?

Immerhin: Der Theologieprofessor hat gegen Hardliner und Protestanten, die das Lutherjahr gern zum Lutherhype hochgejubelt hätten, den Stellenwert des Reformators rechtzeitig relativiert. Auch die evangelische Kirche sei nicht erst von Martin Luther, sondern schon von Jesus Christus gegründet worden.

weiterlesen