Fürth: „Patriotischen Christen Deutschlands“ bringen hetzerische Flugblätter an


Hier, an St. Michael in der Fürther Altstadt, und an drei anderen evangelischen Kirchen hingen die Flugblätter. © Günter Kögler
Unterzeichnet sind sie von den „Patriotischen Christen Deutschlands“: Kurz vor Heiligabend wurden fremdenfeindliche und nationalistische Flugblätter an vier Fürther Kirchen angebracht. Die gleichen Botschaften sind vor kurzem in Dachau aufgetaucht.

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Sechs Forderungen richten die anonymen Verfasser an „alle Kirchen Deutschlands“. „Nächstenliebe“, die „Liebe zum Eigenen“, müsse vor „Jedermannsliebe“ kommen, heißt es unter anderem. Oder: Selbstverteidigung sei keine Sünde. „Die Kirche soll das Volk zu wehrhaften, stabilen Menschen machen und nicht zu abhängigen Schafen.“

Die Kirche müsse zudem „abendländische Traditionen“ schützen und sicherstellen, dass „Deutschland das Land der Deutschen bleibt“, es sei dem „deutschen Volk von Gott zugewiesen und keinem anderen Volk“. Auch müsse Schluss sein mit der „modernen Erbsünde“, mit dem „Kult mit der Schuld“ – gemeint ist die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit. Denn: „Die Erbsünde ist durch den Bund mit Jesus aufgehoben worden.“

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