Endlich werden die Atheisten mit den Kirchen gleichgestellt


Jahr für Jahr melden sich 2000 Berliner Schüler für die Jugendweihe an. Foto: imago
Seelsorger eilen herbei, wenn Menschen in Not sind – nach Unglücken oder Terroranschlägen. Medien ist es stets wichtig zu vermelden, dass Betroffene, ob Verletzte oder Angehörige von Opfern, geistlichen Beistand und Trost erhalten. Auch in der Bundeswehr, in Krankenhäusern oder Justizvollzugsanstalten stehen Seelsorger bereit – entsandt von den Kirchen, bezahlt vom Staat wohlgemerkt.

Von Maritta Adam-Tkalec | Berliner Zeitung

Welche Fürsorge aber gilt den Atheisten, die von einem Gott naturgemäß keinen Trost erwarten sondern des menschlichen Beistands bedürfen? Erfahrungsgemäß werden sie von salbungsvollen Predigerworten eher auf die Palme getrieben statt in ruhige Gefilde geführt. Die sollen sich nicht so haben, hört man häufig, wenn dieses Problem angesprochen wird. Da wirkt die Arroganz jahrhundertelang gewohnter Selbstverständlichkeit nach.

Eine kleine Revolution

Doch die Lage ändert sich: Zwei Drittel der Berliner Bevölkerung sind konfessionslos, bundesweit ist es ein Drittel. Und die Nichtreligiösen verlangen immer klarer: Gleiche Pflichten, gleiche Rechte!

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