Liberale Moschee war nicht zum Gedenken für Terror-Opfer eingeladen


Seyran Ateş kritisiert die Einladungspraxis bei der Gedenkfeier. Kleines Foto: Der umstrittene Imam liest aus dem Koran. Bild: picture alliance/NurPhoto&Facebook
Die Berliner Menschenrechtlerin beklagt „eine klare Positionierung“ gegen liberale Bestrebungen innerhalb der muslimischen Community. Seyran Ateş spart auch nicht mit Kritik an den Muslimen.

Von Kriss Rudolph | bz-berlin.de

Nachdem bekannt geworden ist, dass auf der Gedenkfeier für die Opfer des Anschlags am Breitscheidplatz auch der Berliner Radikal-Imam Mohamed Matar eingeladen war, werden weitere Vorwürfe gegen die Einladungspraxis bei der Feier von Bundesregierung, Berliner Senat und Gedächtniskirche laut.

So klagt Seyran Ateş (54), die in Moabit die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee – die erste liberale Moschee Deutschlands – eröffnet hatte: Ihre Moschee sei „bewusst“ nicht eingeladen worden – und zwar zu keiner der Gedenkfeiern.

„Klare Positionierung gegen uns“

„Darin sehe ich eine klare Positionierung gegen uns, gegen die liberalen und säkularen Bestrebungen innerhalb der muslimischen Community“, schreibt Ateş am Mittwoch auf ihrer Facebook-Seite.

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