Silvester: „Ich empfehle eine Atemschutzmaske“


An Silvester 2016 sah München ganz schön vernebelt aus – Schuld waren die Böller und Raketen. (Foto: Sven Hoppe/dpa)
An Silvester ist wegen des Feuerwerks die Feinstaubbelastung so hoch wie sonst nie. Diplomchemiker Rudolf Schierl erklärt im „Interview am Morgen“, was das bedeutet und wie man sich verhalten kann.

Von Franziska Schwarz | Süddeutsche Zeitung

Feuerwerk soll den Himmel eigentlich spektakulär verschönern – oft sieht man davon aber gar nicht mehr so viel. Wie vergangenes Jahr in München, wo die Luft so verraucht war, dass die Sicht kaum mehr einen Meter weit reichte. Die vorgegebenen Grenzwerte für Feinstaub wurden vorübergehend drastisch überschritten, wegen der Kleinstpartikel der Raketen. Feinstaub kann die Atemwege reizen und auf Dauer die Lunge schädigen. Sollte man sich also lieber nicht unter die Böllernden mischen? Ein Anruf bei Dr. Rudolf Schierl vom Institut für Arbeits, Sozial- und Umweltmedizin vom Uni-Klinikum München.

SZ.de: Wie lange dauert es denn, bis man in München nach Silvester wieder sagen kann: „Die Luft ist rein“?

Rudolf Schierl: Das hängt ganz vom Wetter ab. Vergangenes Jahr hatten wir eine Inversionslage, das heißt, die Luft war am Boden kälter als in den höheren Schichten, und es fand kaum ein Austausch zwischen den Schichten statt. Wenn dann auch noch wie verrückt gezündelt wird, ist es kein Wunder, dass der Nebel lange stehen bleibt. Als ich in der Nacht auf die Straße bin, konnte ich vor lauter Rauchschwaden nur wenig sehen.

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