Behörde: Nestlé entnimmt und verkauft Wasser aus Nationalforst ohne ausreichende Genehmigung


Eine Packung mit Nestlé-Wasserflaschen. In Kalifornien sorgt das Abpumpen und Abfüllen von Quellwasser für die Konzernmarke „Arrowhead“ derzeit für Kontroversen. © Richard Buchan/Picture Alliance
Nestlé pumpt jährlich Millionen Liter Wasser aus den Quellen eines Nationalforsts in Kalifornien, füllt es in Flaschen und verkauft es. Jetzt kam heraus: Der Konzern handelte offenbar ohne ausreichende Genehmigung.

stern.de

Für Nestlé ist es ein einträgliches Geschäft: Der Lebensmittelgigant pumpt jährlich Millionen Liter Wasser aus den Quellen im San Bernadino National Forest im Süden des Kaliforniens, füllt es in Flaschen ab und verkauft es unter seiner Marke „Arrowhead“ im gesamten Westen der USA. Angaben der Lokalzeitung „The Desert Sun“ zufolge, zahlt Nestlé zudem nichts für das Wasser. Der für den Nationalforst zuständige „Forest Service“ berechne lediglich eine jährliche Gebühr von 624 Dollar für das Abpumpen, umgerechnet etwa 523 Euro.

Im dürregeplagten Kalifornien sorgte das für Unmut. Nachdem das Blatt mehrfach kritisch über Nestlés Aktivitäten in San Bernadino berichtete, gingen beim „State Water Board“, der zuständigen Wasserbehörde des US-Bundesstaats, mehrere Beschwerden gegen das Abpumpen ein. Es folgte eine fast zwei Jahre dauernde Untersuchung durch die Behörde.

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