Berlin baut Seelsorge für muslimische Gefangene aus


Gefängnis (Public Domain)

Das Land Berlin baut die religiöse Betreuung für Gefangene muslimischen Glaubens weiter aus. Wie Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte, sollen ab dem ersten Quartal 2018 erstmals auch sogenannte Imam-Sprechstunden von entsprechend geschulten Personen in den Haftanstalten angeboten werden.

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Bisher beschränkten sich die Angebote in den Gefängnissen auf Freitagsgebete beziehungsweise alevitische Cems und die Begehung hoher muslimischer Feiertage. Nach Schätzungen sind etwa 20 Prozent der aktuell rund 4.100 Gefangenen in Berlin muslimischen Glaubens.

Damit seien die Angebote für Schiiten, Sunniten und Aleviten zwar noch immer nicht auf dem Stand der über Jahrzehnte gewachsenen evangelischen und katholischen Gefängnisseelsorge. „Allerdings nimmt Berlin mit dieser Breite an Angeboten bundesweit eine Vorreiterrolle ein“, sagte Behrendt.

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