Vertreter der Muslimbruderschaft nahm an Gedenkfeier für Opfer des Breitscheidplatz-Attentats teil


Die Neuköllner Dar-as-Salam Moschee steht im Fokus des Berliner Verfassungsschutzes. Foto: dpa
Gegen den Imam, der die Gedenkfeier für die Opfer des Terroranschlags am Berliner Breitscheidplatz mitgestaltete, gibt es schwere Vorwürfe: Der Mann hat sich an der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) zum Kriminalkommissar ausbilden lassen, wurde aber laut Polizei wegen „möglicher Kontakte in den islamistischen Bereich“ nicht in den Dienst übernommen.

Von Markus Decker | Frankfurter Rundschau

„Wir hatten Hinweise, die uns daran zweifeln ließen, dass er die freiheitliche demokratische Grundordnung vertritt“, sagte Polizeisprecher Thomas Neuendorf am Freitag.

Wegen der Teilnahme des Imams an der multi-religiösen Gedenkfeier am Jahrestag des Anschlages am 19. Dezember wird seit Tagen kontrovers diskutiert. Er gehört der Neuköllner Begegnungsstätte (NBS) an. Die auch als Dar as-Salam Moschee bekannte Einrichtung ist in den Berliner Verfassungsschutzberichten 2015/2016 genannt, weil sie Verbindungen zu Anhängern der islamistischen Muslimbruderschaft pflegen soll. Da die NBS derzeit gegen die Nennung in den Berichten klagt, wollte sich der Verfassungsschutz jetzt nicht zu dem Imam äußern.

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