Supermond, „Blue Moon“ und totale Mondfinsternis treffen zusammen

Bild: Wikimedia Commons/Oliver Stein (CC-BY-SA 3.0)
Lunares Triplett: Heute kommt es zum seltenen Zusammentreffen gleich dreier lunarer Phänomene: einem Supermond, einem „Blue Moon“ und einer totalen Mondfinsternis. Der aktuelle Vollmond ist besonders groß und er ist der zweite Vollmond in diesem Monat – ein „Blue Moon“. Für uns in Europa nicht sichtbar gibt es zudem heute Mittag eine totale Mondfinsternis – einen „Blutmond“. Eine solche Dreifach-Kombination gab es zuletzt vor 35 Jahren.

scinexx

Dritter „Supermond“ in Folge

Zumindest zwei der drei Himmelsereignisse können auch wir hier in Europa bestaunen: Zum dritten Mal in Folge leuchtet der Vollmond heute besonders groß – es gibt einen „Supermond„. Denn der Erdtrabant passiert gerade den erdnächsten Punkt seiner Bahn und ist daher „nur“ rund 360.200 Kilometer entfernt – immerhin etwa 24.000 Kilometer weniger als im Durchschnitt.

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Und wer den heutigen „Blutmond“ nicht verpassen will, der kann sich das Ganze in Live-Streams anschauen – unter anderem vom Griffith Observatory und auf NASA-TV.

Austria: „Pastafaris“ beklagen Hürden vor Gericht

Die Anhänger der „Kirche des fliegenden Spaghettimonsters“ – Obmann ist Neos-Politiker Niko Alm – sehen sich diskriminiert

derStandard.de

Die „Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters“ beklagt im Verfahren um ihre Anerkennung Hürden durch die Justiz. 300 Zeugen – alle bekennende „Pastafaris“ – will das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) befragen, aus Zeitgründen gestaffelt. Um der Aussagepflicht zu entgehen, sei Anhängern der Religion vom Gericht die Option angeboten worden, auszutreten, berichtete Vereinsobmann Niko Alm der APA.

Im April 2014 hatte die Satire-Religion einen Antrag auf offizielle Anerkennung als religiöse Bekenntnisgemeinschaft in Österreich gestellt. Das Kultusamt entschied im Juni desselben Jahres dann negativ für die „Pastafari“.

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Schuravorsitzender Yoldas: „Gott beschütze unsere glorreiche Armee“ – in Syrien

Mustafa Yoldas lobt die Militäroffensive der Türkei: „Gott beschütze unsere glorreiche Armee.“ Bild: shz
Die Dauerdebatte um den Islam-Staatsvertrag hat neue Nahrung erhalten – von einer Aussetzung will der Hamburger Senat aber auch nach umstrittenen Facebook-Postings des Schura-Vorsitzenden Mustafa Yoldas nichts wissen.

shz.de

„Es war in der Vergangenheit so, dass einzelne Verlautbarungen nicht dazu geführt haben, dass die Verträge insgesamt infrage gestellt worden sind – und das ist auch weiterhin so“, sagte Senatssprecher Jörg Schmoll am Dienstag in der Hansestadt.

Necla Kelek: „Import des islamischen Familiensystems“

Soziologin kritisiert in der „Welt“: „Mit Polygamie und Großfamilien werden Familienstrukturen importiert, die zwangsläufig in einer Gegengesellschaft enden“ – „Beim Nachzug gehe es für die Betroffenen „einzig um die Herrschaftssicherung des Mannes“

kath.net

Massive Kritik an der Möglichkeit des Familiennachzugs für muslimische Zweit- und Mehr-Frauen äußerte die türkischstämmige Soziologin und Islamkritikerin Necla Kelek in einem Beitrag in der „Welt“. Es gehe beim Familiennachzug nicht um das Kindswohl, „unterschieden nach Jungen und Mädchen“, „sondern um die Aufrechterhaltung des Herrschaftssystems des Mannes“. Dieser könne „nach islamischem Familienrecht mehrere Frauen heiraten, er möchte seine zweite Frau bei sich und unter sich haben, und dieses Recht kann er auf dem Rücken der Kinder durchsetzen“.

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Voynich-Manuskript: Jetzt wurde der erste Satz des geheimnisvollsten Buches der Welt entschlüsselt

Mysteriöse Schrift, bunte Bildern – das Voynich-Manuskript. beinecke library
Jahrhunderte lang galt es als das Buch, das kein Mensch versteht. Jetzt können wir endlich die ersten Seiten lesen – dank künstlicher Intelligenz und Google Translate.

FOCUS ONLINE

„Sie machte dem Priester Empfehlungen, dem Hausherren, meinem Herren und dem des Volkes.“ Das ist einer der Sätze, die über Jahrhunderte als eine der größten Herausforderungen für Krytoptologen galten. Er steht im Voynich-Manuskript, dem kryptologischen Jahrhunderträtsel – vergleichbar mit der „Enigma“, den verschlüsselten Funksprüchen aus dem Zweiten Weltkrieg, oder den kryptischen Bekennerschreiben des „Zodiac-Killers“.

Das Voynich-Manuskript besteht aus etwa 240 Seiten mit einer komplizierten, unbekannten Sprache, bebildert mit verwirrenden Diagrammen und Illustrationen. Es hat sogar ausklappbare Seiten, was für ein Buch aus dem frühen 15. Jahrhundert höchst ungewöhnlich ist.

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Austria: Regierung leitet Auflösungsverfahren der Burschenschaft Germania ein

Kanzler Kurz und Vizekanzler Strache nach dem Ministerrat in der Vorwoche. – (c) APA (Georg Hochmuth)
Am Dienstagabend schloss bereits der Österreichische Pennälerring die Mittelschulverbindung aus. Nun leitet die Regierung ein Auflösungsverfahren ein.

Die Presse.com

Die Bundesregierung sieht sich zum Handeln gezwungen und hat ein Auflösungsverfahren der umstrittenen Burschenschaft Germania eingeleitet, wie am Mittwoch bekannt wurde. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat mit Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) vereinbart, dass ein Auflösungsverfahren gegen die Germania eingeleitet wird, sagte Kurz am Mittwoch vor dem Ministerrat vor Journalisten. Kurz sprach sich nunmehr – neben strafrechtlichen – auch explizit für politische Konsequenzen aus, war doch der niederösterreichische FPÖ-Spitzenkandidat Udo Landbauer Vizevorsitzender der betroffenen Burschenschaft.

Konkret wird eine mögliche behördliche Auflösung laut Paragraf 29 des Vereinsgesetzes geprüft. Der Innenminister will sich dazu in Kürze äußern.

Polens Selbststilisierung als heroisches Opfer

Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki. Er und seine Partei PiS glauben, man könne mit einem Gesetz die Schatten der eigenen, oft sehr schweren Geschichte für immer vertreiben Quelle: dpa/PAP/Jacek Turczyk
Wer künftig bewusst oder auch nur versehentlich von „polnischem KZ“, „polnischen Vernichtungslagern“ oder „polnischen Gaskammern“ spricht, soll in Polen bestraft werden können. Der Impuls zeugt von Unreife und Unsicherheit.

Von Thomas Schmid | DIE WELT

Unter den Nationen Europas ist kaum eine, die eine so furchtbare Geschichte durchlebt hat wie die polnische. Polen war über Jahrhunderte hinweg Objekt anderer Staaten. Es wurde mehrfach geteilt, ja es verschwand zeitweise vollkommen von den Landkarten. Es hatte sich russischer Begehrlichkeiten zu erwehren, war ein Spielball zwischen West und Ost.

Als die Deutschen den Zweiten Weltkrieg 1939 in Polen begannen, wurde es von den westlichen Nationen im Stich gelassen. NS-Deutschland okkupierte das Land, errichtete ein barbarisches Regiment. Die Polenpolitik der Nationalsozialisten war Teil ihrer Strategie, die Regionen östlich von Deutschland zu entstaatlichten Steppen zu machen und ihre Bewohner zu „Untermenschen“ zu erklären.

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Orca „spricht“ Englisch

Orcas, auch Schwertwale genannt, sind durchaus sprachbegabt. © Terabyte/ CC-by-sa 3.0
Sprachbegabte Meeressäuger: Orcas können neben verschiedenen Tierlauten auch die menschliche Sprache nachahmen. Ein in Frankreich gehaltenes Schwertwalweibchen hat auf Anhieb englische Wörter wie „hello“ und „bye bye“ imitiert und bis drei gezählt. Diese Meeressäuger können demnach keineswegs nur vertraute Laute wie die von Artgenossen oder Delfinen nachahmen. Damit zeige sich einmal mehr, wie flexibel diese Meeressäuger in ihren Lautäußerungen sind, berichten die Forscher.

scinexx

Die Fähigkeit, fremde Laute nachzuahmen, gilt als typisch menschlich. Doch auch Wale beherrschen diese Kunst: Von den Meeressäugern ist inzwischen bekannt, dass sie fremde Dialekte von Artgenossen und sogar die Sprache ganz anderer Walarten nachahmen können.

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Falsche Raketenwarnung auf Hawaii: Mitarbeiter glaubte wirklich an Angriff

Entwarnung in Hawaii: Jetzt steht fest, wie es zu dem Fehlalarm kam. (Foto: AP)
  • Vor zwei Wochen wurden alle Menschen auf Hawaii vor einem bevorstehenden Raketenangriff gewarnt.
  • Wie jetzt herauskam, hielt ein Mitarbeiter des Katastrophenschutzes die Bedrohung für real und versendete die Warnung bewusst.
  • Er hatte einen Übungsanruf falsch interpretiert.

Süddeutsche Zeitung

Vor gut zwei Wochen gerieten die Menschen auf Hawaii in helle Aufregung, mancherorts brach sogar Panik aus. Auf ihren Handys tauchten plötzlich Meldungen auf, die die Bevölkerung und alle Touristen auf der zu den USA zählenden Inselgruppe vor einem unmittelbar bevorstehenden Raketenangriff warnten. Bei einer Untersuchung stellte sich jetzt heraus: Die Person, welche die Warnungen verschickte, tat dies nicht aus Versehen – sie war wirklich der Meinung, dass eine Rakete in Richtung der Vereinigten Staaten unterwegs sei.

Wie die US-Kommunikationsbehörde FCC nun mitteilte, hatte der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin der zuständigen Behörde einen Übungslauf am Warnsystem nicht als solchen erkannt und für den Alarm eines echten Raketenangriffs gehalten. Weder das Geschlecht noch der Name der verantwortlichen Person wurden bekannt gegeben.

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Bericht: Afghanische Taliban bedrohen 70 Prozent des Landes

Zahlreiche Taliban-Kämpfer in Paktika leisten ihren Treueschwur auf den neuen Führer, will zumindest das Foto der Taliban demonstrieren. Bild: heise.de
Die radikalislamischen Taliban bedrohen laut BBC rund 70 Prozent Afghanistans – bedeutend mehr als zuvor geschätzt.

Frankfurter Rundschau

Im Herbst 2017 waren über mehrere Monate Daten gesammelt worden. Das Ergebnis: Die Islamisten haben die volle Kontrolle über 14 Bezirke und eine aktive Präsenz in weiteren 263 Bezirken. Damit leben rund 15 Millionen Afghanen – die Hälfte der Bevölkerung – in Gegenden, die entweder von den Taliban kontrolliert werden oder in denen die Taliban präsent sind und Angriffe verüben, berichtet die BBC.

Erzbistum Köln: Keinerlei Zusammenarbeit mit donum vitae!

Rainer Maria Woelki, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Kölner Weihbischof Puff schreibt an Mitarbeiter der kirchlichen Schwangerschaftskonfliktberatung: „Donum vitae ist weiterhin eine Vereinigung außerhalb der katholischen Kirche“, berichtet der „Kölner Stadtanzeiger

kath.net

Für das Erzbistum Köln bekräftigt der Kölner Weihbischof Ansgar Puff die vollständige Ablehnung der Schwangerschaftskonfliktberatung durch „donum vitae“ und widerspricht dem Einknicken des DBK-Vorsitzenden Reinhard Kardinal Marx direkt. Der hatte geschrieben: „Es besteht kein Zweifel, dass das Ziel von Donum Vitae ebenso wie das der bischöflich verantworteten Schwangerenberatung der Schutz des ungeborenen Menschen ist.“ Das berichtet der Kölner Stadtanzeiger und macht obendrein das Originalschreiben des Weihbischofs vom 29.1.2018 als PDF-Datei öffentlich.

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Hirnschrittmacher gegen Alzheimer?

Bisher gibt es gegen Alzheimer kein Heilmittel. Doch die tiefe Hirnstimulation kann vielleicht wenigstens die Symptome lindern. © Wildpixel/ istock
Neue Lebensqualität dank Hirnschrittmacher: Die sogenannte tiefe Hirnstimulation kann womöglich auch Alzheimer-Patienten helfen. Eine Pilotstudie zeigt: Bekommen Betroffene einen Hirnschrittmacher in den Frontallappen implantiert, schreiten typische Symptome der Erkrankung langsamer voran und verbessern sich teilweise sogar. So konnten Probanden dank des Eingriffs wieder Aufgaben wie das Kochen einer Mahlzeit bewältigen und länger aktiv am Alltag teilhaben, berichten Forscher.

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Bei Parkinson-Leiden ist die tiefe Hirnstimulation bereits eine anerkannte Behandlungsmethode – und auch bei Erkrankungen wie Depressionen oder Magersucht zeigt sich ihr Einsatz in ersten Studien vielversprechend. Es scheint, dass die Stimulation bestimmter tiefliegender Hirnregionen mithilfe von implantierten Elektroden die Symptome von Patienten erheblich zu lindern vermag.

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Der Traum von schrankenloser Videoüberwachung

Grafik:TP
Ein von der CDU initiiertes Berliner Volksbegehren für mehr Videoüberwachung will eine Pauschalerlaubnis für das technisch Machbare durchsetzen

Von Michael Lohmann | TELEPOLIS

Seit dem 13. September 2017 sammelt eine Berliner Initiative Unterschriften für die Ausweitung der Videoüberwachung in der Stadt. Das „Aktionsbündnis für mehr Videoaufklärung und Datenschutz wurde gegründet von Ex-Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) und wird unterstützt von den beiden Polizeigewerkschaften.

Das Bündnis hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der durch ein Volksbegehren bzw. eine Volksabstimmung in geltendes Recht umgesetzt werden soll. Für die erste Stufe des Volksbegehrens hat das Aktionsbündnis bis Februar 2018 Zeit, um 20.000 Unterschriften zu sammeln. Bei Erfolg sind im zweiten Schritt 170.000 Unterschriften nötig, um eine Volksabstimmung zu ermöglichen. Bis Anfang Januar 2018 habe man laut Heilmann bereits über 17.000 Unterschriften sammeln können.

Im Zentrum des Entwurfes steht eine pauschale Erlaubnis für die Polizei, alles technisch Machbare nutzen zu dürfen. Die mit technischen Neuentwicklungen verbundenen tieferen Grundrechtseingriffe nimmt der Entwurf billigend in Kauf. Konkrete Vorkehrungen gegen mögliche Eingriffe künftiger Überwachungstechnologien gibt es nicht. Insgesamt fehlt es an Datenschutzbestimmungen, was den Titel des Gesetzes „Artikel-Gesetz für mehr Sicherheit und Datenschutz in Berlin“ Lügen straft.

Ziel des Artikels ist es daher, die vom Gesetzentwurf ausgehende Gefahr für die Bürgerrechte deutlich zu machen. Der Artikel kritisiert die Fixierung auf das technisch Machbare, die auch in der bundesweiten Überwachungsdebatte eine große Rolle spielt. Die Kritik erfolgt aus der Sicht des juristischen Laien.

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Liederbuchaffäre trifft auch die SPÖ

Auch SPÖ betroffen – (c) HELMUT FOHRINGER / APA / picture (HELMUT FOHRINGER)
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ein Parteimitglied. Der Mann hat das NS-verherrlichende Liederbuch der Burschenschaft Germania illustriert.

Die Presse.com

Der Liederbuchskandal trifft nun neben der FPÖ auch die SPÖ. Denn der Vater des Vize-Obmanns der Burschenschaft Germania war hochrangiger Beamter in Wiener Neustadt auf rotem Ticket, ist langjähriges Parteimitglied – und Illustrator des holocaustverherrlichenden Liederbuches.

Gegenüber der „Presse“ bestätigt der Mann, dass er das Buch im Jahr 1997 illustriert hat, wollte aber keine weitere Stellungnahme abgeben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn. Die niederösterreichische SPÖ hat ihn nach Bekanntwerden am Dienstagabend aus der Partei ausgeschlossen.

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Gandhis verschmähtes Erbe

Indische Schulkinder erweisen Gandhi in Chennai die Ehre: Seine Aufrufe zur Versöhnung zwischen Hindus und Muslimen empfanden radikale Eiferer damals als unverzeihliche Provokation. (Foto: AFP)
Kaum ein Mensch verkörperte Gewaltfreiheit so wie Gandhi. Eine Rückbesinnung auf seine Ideen könnte Indien heute helfen – gegen religiöse Hetze und als Lebensversicherung für den multikulturellen Staat.

Von Arne Perras | Süddeutsche Zeitung

Als ein Hindufanatiker am 30. Januar 1948 drei Kugeln auf Mahatma Gandhi abfeuerte, wollte er nicht nur den Menschen töten. Der Anschlag galt auch einer Idee. Gandhis Aufrufe zur Versöhnung zwischen Hindus und Muslimen empfanden radikale Eiferer als unverzeihliche Provokation, sie betrachteten Gandhis Werk als Zeichen der Schwäche, die es nicht geben durfte im Kampf um Macht und Freiheit auf dem indischen Subkontinent.

Ideen aber lassen sich nicht töten, nicht einmal die der Gewaltlosigkeit. Gandhi wurde zu einer Quelle der Inspiration, seine Ideen haben Mut und Zivilcourage in aller Welt befördert. Es ist nicht immer so, als würden sie zu jeder Zeit und überall triumphieren. Oftmals setzt sich eben doch die Macht der Gewalt durch.

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Türkischer Fußballverband sperrt Deniz Naki lebenslang

Sportredakteur Ibrahim Naber kennt Deniz Naki und hat mit ihm telefoniert, unmittelbar nachdem der Fußball-Profi die Polizeiwache in Düren verlassen hat. Naki habe „eigentlich gewusst, dass das irgendwann kommen wird“. Quelle: WELT/ Ibrahim Naber
Deniz Naki darf nie wieder in der Türkei Fußball spielen. Der Ex-Bundesligaprofi steht in seiner Heimat wegen „Diskriminierung und ideologischer Propaganda“ heftig in der Kritik. Die Verbannung ist nicht die einzige Sanktion.

DIE WELT

Die türkische Fußballföderation (TFF) hat den deutsch-türkischen Spieler Deniz Naki lebenslang gesperrt. Das habe der Disziplinarrat bei seiner heutigen Versammlung beschlossen, teilte die TFF am Dienstag auf ihrer Website mit. Grund sei „Diskriminierung und ideologische Propaganda“ vonseiten des Fußballers.

Außerdem müsse Naki eine Geldstrafe von umgerechnet rund 58.000 Euro zahlen. Die staatliche Nachrichtenagentur „Anadolu“ berichtete, Naki sei „lebenslang vom Fußball verbannt“ worden.

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Grenzwerte für Stickoxide und Feinstaub: EU-Kommissar setzt Deutschland eine kurze Frist

Bild: Alexander Blum / Mit freundlicher Genehmigung
Kommissar Vella droht mit Klage; deutsche Gerichte zweifeln am politischen Willen und mahnen Fahrverbote an; Kommentare befürchten eine Regierungskrise

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Bayerns Umweltministerin Scharf muss nicht ins Gefängnis, was auch niemand ernsthaft erwartet hatte.

Aber Scharf wurde von der Vorsitzenden Richterin des Verwaltungsgerichts in München auf eine Art gerüffelt, wie sie Politiker in dieser Klarheit nur selten zu erwarten haben. Die bayerische Regierung protestierte am heutigen Dienstag auch gegen die Formulierungen der Richterin.

Bei der Verhandlung ging es um Luftverschmutzung und Autoabgase und darum, wie es um den politischen Willen der bayerischen Regierung steht, mit wirksamen Maßnahmen für gute Luft zu sorgen.

Richterin Martina Scherl kanzelte das Konzept, das die Regierung nach einer Entscheidung des bayerischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) bis Ende 2017 vorlegen sollte, ungewöhnlich deutlich als „substanzlos“ ab:

Ich glaube, Sie verkennen den Ernst der Lage. Mit diesem allgemeinen Blabla im Entwurf des Luftreinhalteplans genügen sie nicht den Vorgaben des Gerichts.

Martina Scherl, Vorsitzende Richterin

Scherl sprach von einer „halben Larifari-Seite“, einer „Alibiplanung“ und verhängte ein Zwangsgeld gegen die CSU-Regierung in München, weil sie trotz der Abgasbelastung in der Stadt und trotz der oben genannten Anordnung des Verwaltungsgerichtshofs noch immer keine „möglichen Fahrverbote vorbereitet“ habe.

Als Klägerin wird übrigens die Deutsche Umwelthilfe genannt. Das Schreckgespenst all derjenigen, die Fahrverbote fürchten. Die Umwelthilfe bleibt auf der harten Spur.

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Papst schickt Missbrauchsermittler nach Chile

Papst Franziskus schickt nach seiner von einem Missbrauchsskandal überschatteten Chilereise einen Sonderermittler in das lateinamerikanische Land, um Zeugenaussagen im Fall eines unter Verdacht stehenden Bischofs aufzunehmen.

evangelisch.de

Nach Angaben des vatikanischen Pressesaals vom Dienstag erteilte das Kirchenoberhaupt den Auftrag dem als Experten in der Verfolgung von Pädophilie-Fällen in der katholischen Kirche bekannten Erzbischof von Malta, Charles Scicluna. Während des jüngsten Papstbesuchs hatte es in Chile vehemente Proteste gegen die Unterstützung des Papstes für den Bischof von Osorno, Juan de la Cruz Barros, gegeben. Barros wird beschuldigt, Fälle von Kindesmissbrauch durch seinen ehemaligen Mentor, den einflussreichen Geistlichen Fernando Karadima, gedeckt zu haben. Franziskus hatte die Anschuldigungen während des Chile-Besuchs als „Verleumdung“ bezeichnet, da es keine Beweise gebe.

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Neue Katjes-Werbung: So spaltet das Model mit dem Kopftuch das Netz

Mit einem Model mit Kopftuch in seiner neuen Werbekampagne sorgt das Unternehmen Katjes für ordentlich Diskussion im Netz. (Screenshot) Foto: Instagram / katjes_official
  • Katjes sorgt mit einer neuen Werbekampagne für Aufregung im Netz
  • Der Grund: Sie zeigt ein Model mit Kopftuch
  • Kritiker fürchten eine Unterstützung der Unterdrückung der Frau und eine Islamisierung des Landes

DERWESTEN

Mit dem Slogan „Achte mal drauf!“ wirbt Katjes in einer neuen Werbekampagne für ihre Produkte. Damit möchte das Unternehmen die Aufmerksamkeit der Konsumenten eigentlich auf seine 100 Prozent vegetarischen Produkte lenken – viele achten aber auf etwas ganz anderes.

Drei kurze Videos sind Teil der neuen Katjes-Kampagne. In einem von ihnen ist ein Model mit Kopftuch zu sehen. Das sorgt derzeit für gespaltene Meinungen im Netz.

Homogene Werbung

Zu einem großen Teil bewerben westliche Unternehmen ihre Produkte noch immer hauptsächlich mit jungen, gutaussehenden, schlanken und vor allem weißen Menschen. Eine Frau mit Kopftuch taucht nur selten auf einem der großen Werbeplakate auf.

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Cryptocurrency Mining Malware That Uses an NSA Exploit Is On the Rise

Image: Shutterstock/Remix: Daniel Oberhaus
A computer security exploit developed by the US National Security Agency and leaked by hackers last year is now being used to mine cryptocurrency, and according to cybersecurity experts the number of infections is rising.

By Daniel Oberhaus | MOTHERBOARD

Last April, a hacking group called the Shadow Brokers leaked EternalBlue, a Windows exploit that was developed by the NSA. Less than a month later, EternalBlue was used to unleash a devastating global ransomware attack called WannaCry that infected more than 230,000 computers in 150 countries. A month later, in June, the EternalBlue exploit was again used to cripple networks across the world in an even more sophisticated attack. Now, security researchers are seeing the EternalBlue exploit being used to hijack people’s computers to mine cryptocurrency.

“EternalBlue, which was previously only used by nation state actors, is now becoming much more commonplace in malware leveraged by your average cybercriminal,” Bryan York, director of services at CrowdStrike, told me on the phone.

This new attack—called WannaMine—may seem like less of a threat than WannaCry because it doesn’t lock users out of their computer. But CrowdStrike noted in a blog post laying out its findings on WannaMine that the company has observed the malware “rendering some companies unable to operate for days and weeks at a time.” WannaMine infections are also hard to detect because it doesn’t download any applications to an infected device.

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