Wer wird zuerst eine EMP-Waffe einsetzen?


Zum Jahresende feiert Nordkorea die Erfolge seiner Raketen- und Atomwaffentests.
Im Wettlauf um funktionsfähige EMP-Systemen, den Waffen für das digitale Zeitalter, geht die Entwicklung in Richtung taktischer Systeme, was die Einsatzschwelle senken wird

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Die gefährlichste Waffe gegen digitalisierte Staaten und ihr Militär ist ein massiver elektromagnetischer Impuls, der die elektronische und digitale Infrastruktur eines ganzen Landes lahmlegen oder ausschalten könnte. Die Entwicklung des Computers hat mit der Atombombe bereits die finale Waffe geschaffen, denn mit einer hoch in der Luft zur Explosion gebrachten Atombombe wird durch die freigesetzte Radioaktivität Leben nicht in Gefahr gebracht, aber der dadurch ausgelöste elektromagnetischer Impuls kann großflächig alle nicht gehärteten Netzwerke und elektronische Geräte kurzzeitig, aber auch dauerhaft ausschalten.

Die potenziell katastrophale Bedrohung durch nukleare EMP-Waffen ist seit den 1960er Jahren bekannt, derzeit besteht vor allem Sorge, dass Nordkorea nun mit Langstreckenraketen und Atomsprengköpfen die Fähigkeit besitzen könnte, die USA in weiten Teilen nur mit einem einzigen Atombombenangriff, der von der Raketenabwehr nicht verhindert werden kann, zwar nicht zu zerstören, aber nachhaltig ins Chaos zu stürzen (Warnung vor einem nordkoreanischen EMP-Angriff auf die USA).

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