Beerdigung für einen Fötus


Abtreibungsgegner in Washington D.C. halten die Puppe eines Babys in der Hand. (Foto: Mandel Ngan/AFP)
In Texas ist ein neues Gesetz in Kraft getreten, das Abtreibungen weiter erschwert. Auch in anderen US-Staaten werden die Rechte der Amerikanerinnen durch teils absurde Vorschriften eingeschränkt.

Von Beate Wild | Süddeutsche Zeitung

Wer durch den Süden der USA fährt, kann den Botschaften der Abtreibungsgegner nicht entkommen. „Embryonen sind Babys“, „Jedes Leben ist heilig“ oder „18 Tage nach der Empfängnis schlägt mein Herz schon“ steht auf überdimensionalen Plakatwänden am Straßenrand. Manchmal lächelt dazu ein süßes Neugeborenes herunter.

In Texas gibt es viele Aktivisten, die Abtreibungen erschweren und wieder verbieten lassen wollen. In dem konservativen Bundesstaat finden sie Verbündete in der Politik, die den Rahmen dafür schaffen. Ein Gesetz, das vor wenigen Tagen in Kraft getreten ist: Abgetriebene Föten müssen künftig eine Beerdigung oder Einäscherung erhalten. Kliniken dürfen die Embryonenreste nicht mehr wie bisher mit den anderen medizinischen Krankenhausabfällen entsorgen.

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