„Charlie-Hebdo“-Chef: Meinungsfreiheit wird „Luxusprodukt“


Titelblätter der ersten Charlie-Hebdo-Ausgabe nach den Morden in der Redaktion im Jänner 2015. – APA/AFP/JOEL SAGET
Der Chefredakteur der französischen Satirezeitung zieht drei Jahre nach dem islamistischen Anschlag auf die Redaktion mit zwölf Todesopfern eine bittere Bilanz.

Die Presse.com

Die Meinungsfreiheit wird zum „Luxusprodukt“: Diese bittere Bilanz zieht der Chefredakteur der französischen Satirezeitung „Charlie Hebdo“, Riss, drei Jahre nach dem islamistischen Anschlag auf die Redaktion mit zwölf Todesopfern. Er beklagt in einem Leitartikel die enormen Kosten für die Sicherheit der Zeichner und Autoren des Blattes.

Pro Jahr müssten 800.000 Exemplare von Charlie Hebdo verkauft werden, nur um die Kosten zum Schutz der Mitarbeiter zu decken, schreibt Riss in dem Meinungsartikel in Charlie Hebdo vom Mittwoch, welcher bereits am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP vorlag. Die Meinungsfreiheit werde damit „zum Luxusprodukt wie ein Sportwagen“ – wobei er sich offenbar nur auf die Terrorgefahr bezieht, nicht auf andere Gängelungen.

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