„Im Gotteshaus muss das Theologische dominieren“


Die Kritik an seinem Twitter-Beitrag empfindet Ulf Poschardt als maßlos Quelle: Martin U. K. Lengemann
Vergangene Woche löste Ulf Poschardt, Chefredakteur der WELT, eine Debatte über den politischen Gehalt von Weihnachtspredigten aus. In einem Interview bekräftigt er nun seine Position. Die Kirche sei zu politisch geworden.

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Mit einem Tweet über eine Berliner Weihnachtspredigt hat WELT-Chefredakteur Ulf Poschardt eine bundesweite Diskussion über die politische Haltung von Geistlichen losgetreten. Im Interview mit „Christ & Welt“, einer Beilage der Wochenzeitung „Die Zeit“, verteidigt er nun seine Kritik an politischen Predigten und weitet sie aus.

Der Pfarrer müsse zwar seine politische Gesinnung nicht ablegen, wenn er auf die Kanzel steigt, doch komme es auf den Kontext an „Im Gotteshaus muss das Theologische dominieren“, sagt Poschardt. Hier erwarte er eine „existenziell erschütternde Begegnung mit dem Glauben“. Trotzdem dürften sich die Menschen zu ihren Überzeugungen bekennen – „aber als Predigt, nicht als verhinderte Wahlkampfrede vor dem Biomarkt“, findet Poschardt.

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