Keine Pause fürs Riff


Great Barrier Reef, Steve Parish/flickr/CC BY 2.0
  • Korallenriffe bleichen immer häufiger aus, das berichten australische Forscher.
  • Zu Beginn der 1980er Jahre betrug der Abstand zwischen zwei Bleichen am selben Ort im Schnitt 25 bis 30 Jahre. Seit 2010 sind es nur noch sechs Jahre.
  • Für viele Wissenschaftler gilt das Absterben von Korallen als ein Warnsignal, dass sich die Artenvielfalt im Ozean künftig stark verringern könnte.

Süddeutsche Zeitung

Sie leuchten in unzähligen Farbtönen und sind die Heimat zahlreicher Fische: Korallenriffe. Doch immer häufiger verlieren sie ihre Farbenpracht und bleichen aus. Wie ein Team um den Meeresbiologen Terry Hughes von der James Cook University im australischen Townsville nun zeigt, haben sich die Abstände zwischen zwei Korallenbleichen am selben Ort in den vergangenen Jahrzehnten drastisch verkürzt. Betrug der Abstand zu Beginn der 1980er Jahre im Schnitt noch 25 bis 30 Jahre, so sind es seit 2010 nur noch 6 Jahre. Diese Zeit sei zunehmend „zu kurz für eine komplette Erholung der vollentwickelten Gemeinschaften“ am Riff, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin Science. Die Erholung dauere für die am schnellsten wachsenden Arten 10 bis 15 Jahre und weit länger für ältere, größere Organismen.

weiterlesen