Moscheebau in Mariendorf: Unnötiger Flirt mit Extremisten


Die Neuköllner Dar-as-Salam Moschee wird vom Verfassungsschutz beobachtet und gehört zur Islamischen Föderation Berlin, zu der…Foto: Paul Zinken/dpa
In Berlin wird die Grauzone zwischen Islam und Islamismus verharmlost. Eine saubere Abgrenzung gegenüber Extremisten findet nicht statt. Ein Kommentar.

Von Frank Jansen | DER TAGESSPIEGEL

Im Stadtteil Mariendorf soll eine Moschee gebaut werden. Das ist für die Metropole Berlin mit einer Vielzahl muslimischer Gemeinden zwar noch nicht alltäglich, aber nicht mehr total ungewöhnlich. Trotzdem zeichnet sich Konfliktpotenzial ab. Die rechtsextreme Identitäre Bewegung hat bereits im Sommer 2017 gegen den geplanten Bau protestiert, ein Mitglied der AfD-Fraktion im Abgeordnetenhaus hat der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung einen Fragekatalog mit scharfen Tönen geschickt. Dass sich zufällig gerade jetzt in Berlin das islamfreundliche Bündnis „Ohne Unterschiede!“ gebildet hat, das Medien und Politik zu einem fairen Umgang mit Muslimen auffordert, scheint eine passende Antwort auf die gärende Islamophobie zu sein. Wenn es denn so einfach wäre.

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