Prähistorisches Falsch-Gold


Dieses rund 7.000 Jahre alte Stück Bronzefolie ist so korrodiert, dass seine ursprüngliche Farbe nicht mehr erkennbar ist. Doch diese Metall sah einst Gold täuschend ähnlich. © M. Radivojevic
Falscher Goldglanz: Schon im Europa der Bronzezeit war Schmuck aus falschem Gold offenbar heiß begehrt. Viele Bronzeobjekte aus dieser Zeit bestehen aus einer Kupfer-Zinn-Legierung, die ähnlich aussah wie Gold, wie Forscher jetzt herausgefunden haben. Sie haben erstmals die alten Legierungen nachproduziert und so ihre ursprüngliche Färbung enthüllt. Bei archäologischen Fundstücken ist die ursprüngliche Farbe dagegen wegen der Korrosion nicht mehr erkennbar.

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In der Bronzezeit waren Metalllegierungen aus Kupfer und Zinn das Material der Wahl. Diese Bronze wurde für Waffen, Werkzeuge und vor allem Schmuckgegenstände genutzt. Die Beimischung von Zinn gab dem weichen Kupfer eine erhöhte Festigkeit und verbesserte die mechanischen Eigenschaften des Metalls. Gleichzeitig veränderten die Zusätze anderer Metalle die rötliche Farbe des Kupfers – was diese Kupferlegierungen auch für Schmuckobjekte reizvoll machte.

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1 Comment

  1. Natürlich haben die Metallgießer der Kupfer- und Bronzezeit alle gebotenen Möglichkeiten ausgenützt, um möglichst schöne und gute Gegenstände aus den wertvollen Rohstoffen herzustellen.

    Diese Legierungen gibt es heute noch. Sogar Messing mit Zink als Legierungspartner kann eine schöne Farbe haben. Heute sind weitere Legierungen bekannt, die eine „goldige“ Farbe aufweisen – Aluminiumbronze,…

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