Enthüllungsautor: Trumps Mitarbeiter vergleichen Präsidenten mit Kind


foto: reuters/carlos barria Donald Trump und Steve Bannon im Weißen Haus.
US-Präsident fordert Unterlassungserklärung von ehemaligem Weggefährten Bannon. Dieser bezeichnet Trump als inkompetent.

Von Frank Herrmann | derStandard.at

Donald Trump hielt sich nicht lange bei der Vorrede auf, um seinen einstigen Chefstrategen auf das Format eines drittrangigen Wasserträgers zurechtzustutzen. Steve Bannon habe nur wenig zu tun gehabt mit seinem, Trumps, historischen Sieg bei der Wahl des Jahres 2016. Er habe nichts als den eigenen Ruhm angestrebt. Statt heute die Agenda des „Make America Great Again“ zu unterstützen, stehe ihm der Sinn nur noch danach, alles niederzubrennen, schrieb der Präsident in einer wütenden Replik auf ein Enthüllungsbuch, in dem wiederum Bannon seiner Wut freien Lauf lässt. „Als er gefeuert wurde, hat er nicht nur seinen Job verloren, sondern auch seinen Verstand.“

Im August aus der Machtzentrale entlassen, hatte der Vordenker der nationalistischen Rechten Trump zunächst seine Treue geschworen. Er wolle sich nun erst recht dafür einsetzen, dass nicht verwässert werde, wofür der Mann stehe, ließ er wissen. Von dem damals beschworenen Zweckbündnis ist nicht viel übriggeblieben, und entzündet hat sich die Kontroverse an einem Buch. Es trägt den Titel „Fire and Fury“ („Feuer und Zorn“), nach Worten, wie Trump sie im Nervenpoker mit dem Nordkoreaner Kim Jong-un benutzte. Am Freitag ist es verfrüht in den Verkauf gegangen, weil Trump mit dem Verbot das Werkes gedroht hatte. Mittlerweile hat Trump dem Autor des Buches via Twitter auch Lügen vorgeworfen.

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