Illegale Einreise: Deutlich mehr Migranten kommen über Dänemark nach Deutschland


Deutsch-dänischer Grenzübergang bei Flensburg: Bei den illegalen Einreisen steht vor allem die Landgrenze im Fokus Quelle: pa/dpa/Carsten Rehder
Die Zahl der unerlaubten Einreisen nach Deutschland aus Skandinavien ist 2017 deutlich gestiegen. Vor allem Afghanen, Iraker und Syrer kamen über die Grenze, um Asyl zu suchen. Längst nicht alle Einreisen werden registriert.

Von Manuel Bewarder | WELT

Die strengere Asylpolitik in Skandinavien hat zu einem Anstieg bei der illegalen Einreise nach Deutschland geführt. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf Anfrage der WELT AM SONNTAG hervor. Bislang liegen Angaben für den Zeitraum bis Ende Oktober 2017 vor. Demnach stieg die Zahl der aus Dänemark sowie auf dem Seeweg von Skandinavien nach Deutschland festgestellten unerlaubten Einreisen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 35 Prozent. Bei den Personen handelte es sich insbesondere um Afghanen, Iraker und Syrer. Laut Innenministerium waren ihre Asylanträge in Skandinavien meist abgelehnt worden. Hierzulande stellten sie anschließend häufig erneut einen Asylantrag.

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