Reformationstag: »Nicht nur fehlerhaft, sondern untragbar«


Bild: Peter Laskowski/FB
Jüdische Gemeinden lehnen Überlegungen der Landesregierung ab, Reformationstag als Feiertag zu erklären

Jüdische Allgemeine

Die Überlegung der rot-schwarzen Landesregierung in Niedersachsen, den Reformationstag am 31. Oktober zu einem gesetzlichen Feiertag zu erklären, stößt bei Vertretern des Judentums sowie der katholischen Kirche auf Widerspruch.

Der Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden, Michael Fürst, schrieb in einem am Freitag bekannt gewordenen Brief an alle Abgeordneten des Landtags, er halte eine Entscheidung für den Reformationstag »nicht nur für fehlerhaft, sondern für untragbar«. Unter anderem wies er auf die antisemitischen Ausfälle des Reformators Martin Luther (1483–1546) hin. Auch der katholische Prälat Felix Bernard sprach sich dagegen aus, den Reformationstag zum arbeitsfreien Feiertag zu erklären.

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