Vineta-Grundschule: Berliner Senatsverwaltung zeigt „Volkslehrer“ an


Immer wieder tritt der „Volkslehrer“ in der Öffentlichkeit auf.Foto: Screenshot
Der Fall des umstrittenen Lehrers Nikolai N. provoziert Fragen – und eine Strafanzeige. Politiker fordern Konsequenzen. Doch so einfach ist das nicht.

Von Helena Wittlich | DER TAGESSPIEGEL

Die Senatsverwaltung für Bildung hat gegen den umstrittenen Berliner Lehrer Nikolai N., der im Internet Verschwörungstheorien verbreitet und gegen Juden hetzt, Strafanzeige gestellt, zudem habe die Verwaltung eine „Reichsbürgermeldung“ an die Innenverwaltung übermittelt. Das sagte die bildungspolitische Sprecherin der Berliner SPD, Maja Lasic, dem Tagesspiegel am Sonnabend. Nun gehe es darum, ob der Lehrer beurlaubt werden könne, bis sich die Vorwürfe geklärt haben. Das will Lasic in der kommenden Woche klären.

Regina Kittler, bildungspolitische Sprecherin der Linken, fordert eine sofortige, vorläufige Suspendierung des Mannes. „Das ist Volksverhetzung, was er da macht.“ Auch sie prüft, ob Strafanzeige gestellt werden kann. Nikolai N. verbreitet wie berichtet seine Ansichten auf Youtube – und unterrichtet in Gesundbrunnen Grundschüler in Englisch, Sport und Musik. Mehr als 2000 Abonnenten hat der Youtube-Kanal des „Volkslehrers“, wie sich N. im Netz nennt. Dass er – wie am Sonnabend im Tagesspiegel berichtet – noch unterrichten darf, wurde von vielen Beobachtern mit Entsetzen aufgenommen.

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