40.000 Abschiebungen bis März: Israel geht jetzt gnadenlos gegen Flüchtlinge vor


Die Schlafstätte ist ein Spielplatz, das Leben dieser afrikanischen Asylbewerber in Israel nicht. dpa/Oliver Weiken
3500 Dollar pro Kopf und ein Flugticket nach Hause. Das bietet Israel den rund 40.000 afrikanischen Einwanderern, die illegal in dem jüdischen Staat leben. Das Angebot ist jedoch alles andere als freiwillig: Bis Ende März müssen sie das Land verlassen haben – ansonsten drohen ihnen harte Strafen.

Von Kim Schibilla | FOCUS ONLINE

Am Mittwoch verabschiedete das Kabinett in Jerusalem seinen Plan zur „Abschiebung illegaler Eindringlinge aus Israel“. Seine Entscheidung begründete der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu damit, dass „jedes Land seine Grenzen schützen“ müsse. Dies sei „sowohl das Recht als auch eine fundamentale Verantwortung eines souveränen Staates“.

20.000 Einwanderer wurden in den letzten Jahren bereits ausgewiesen. Die verbliebenen 40.000 leben in den ärmeren Teilen Israels: Im Süden Tel Avivs, der Grenzstadt Eilat oder Aschkelon, nahe Gaza. Drei Monate Zeit bleiben ihnen nun, um der Aufforderung nachzukommen. „Ansonsten werden wir andere Mittel anwenden müssen,“ warnte Netanjahu.

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