Regierung rechnet mit Rückkehr von mehr als 100 Dschihadisten-Kindern


  • Die Bundesregierung rechnet mit der Rückkehr von mehr als 100 Dschihadisten-Kindern aus den Kriegsgebieten in Syrien und im Irak.
  • Das geht aus einem Bericht der Welt hervor. Grund für die Rückkehr von Frauen und ihren Kindern sind demnach die Niederlagen der Terrormiliz IS.
  • Die Grünen fordern mehr Detailinformationen, um diese Menschen wieder in die deutsche Gesellschaft eingliedern zu können.

Süddeutsche Zeitung

Die Bundesregierung vermutet, dass mehr als 100 Kinder von ausgereisten Anhängern der Terrormiliz „Islamischer Staat“ nach Deutschland zurückkehren könnten. Das geht aus einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die der Tageszeitung Die Welt vorliegt. Danach verfügt die Regierung „derzeit über Informationen, die eine niedrige dreistellige Anzahl von Minderjährigen erwarten lassen, wobei der Großteil im Baby- beziehungsweise Kleinkindalter sein dürfte“.

Grünen-Innenexpertin Irene Mihalic kritisierte diese Angaben als unzureichend. Die Bundesregierung berufe sich auf vage Informationen, ohne sich selber eine Faktenbasis zu schaffen. Dabei benötige man dringend fundierte Erkenntnisse, damit eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft gelingen könne. Mihalic forderte ein bundesweites Präventionsnetzwerk. Radikalisierung müsse bekämpft werden, „bevor sie sich in konkreten Anschlägen entlädt“, mahnte sie.

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