Wie Dänemark Zuwanderer abschreckt


Hochqualifiziertes Personal gesucht. Im Bild eine Samenbank in Aarhus. (Bild: Mads NIssen / Laif)
Die dänische Wirtschaft sucht händeringend nach Fachkräften, um das Wirtschaftswachstum für die nächsten Jahre sicherzustellen. Doch diesem Ziel steht die Migrationspolitik der Regierung im Weg.

Von Rudolf Hermann | Neue Zürcher Zeitung

«Greater Copenhagen – consider yourself invited»: Mit diesem Slogan wirbt die dänische Wirtschaft um internationale Facharbeiter. Sie werden nötig sein, denn der Ökonomische Rat – eine unabhängige Institution, ähnlich den deutschen «Wirtschaftsweisen» – sieht einen Bedarf von rund 70 000 ausländischen Arbeitskräften, wenn Dänemark das selbstgesteckte Ziel eines durchschnittlichen Wirtschaftswachstums von 2,1 Prozent von 2019 bis 2025 erreichen will. Man ist überzeugt, dass das eigene Reservoir an Personal dafür nicht ausreicht. Dänemarks Industrieminister Brian Mikkelsen tourte deshalb unlängst durch das Vereinigte Königreich, um Fachkräften namentlich im Bereich des Finanzwesens, die wegen des nahenden Brexit eine neue EU-Destination suchen, die Vorzüge seines Landes darzulegen.

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