Für einen gerechten staatlichen Umgang mit Religionen


Friede, Freude, Eierkuchen: So einfach stellt sich das Verhältnis von Religionen und Staat nicht dar. – Wandbemalung in einer Kinderecke im Versammlungslokal der Islamischen Gemeinschaft Bosniens in Basel. (Bild: Georgios Kefalas / Keystone)
Der Kanton Zürich will neu vertragliche Beziehungen mit muslimischen Gemeinschaften eingehen. Es braucht aber im Gegenteil mehr Trennung von Staat und Religion – gerade wegen der zunehmenden weltanschaulichen Vielfalt.

Von Andreas Kyriacou | Neue Zürcher Zeitung

Der Zürcher Regierungsrat will den Umgang mit Weltanschauungsgemeinschaften neu gestalten. Das ist erfreulich. Der Anteil der religiös ungebundenen Menschen nimmt stetig zu, daher ist es in der Tat nötig, das Verhältnis von Staat und Kirchen zu revidieren.

Wer gehofft hatte, der Regierungsrat werde an seiner Präsentation der «Leitsätze zum Verhältnis zwischen Staat und Religionsgemeinschaften» mitteilen, er wolle die Privilegien der staatlich anerkannten Vereinigungen überprüfen, wurde allerdings enttäuscht. Zum «System Landeskirche» meinte die Justizvorsteherin Jacqueline Fehr nur, dass es sich bewährt habe und dass die Kirchen wertvolle Dienste erbrächten.

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