Delmenhorster Islamverein wirft dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Verleumdung vor


Pedro Benjamin Becerra, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde, hatte zuletzt den Verein Islamischer Weg scharf kritisiert. Dieser wehrt sich nun gegen die Vorwürfe. Archivbild: Marco Julius
Der Islamische Weg wehrt sich gegen Vorwürfe aus der Jüdischen Gemeinde, wonach der Verein „gegen Israel und Juden“ agitiere. Der Vorsitzende der Gemeinde, Pedro Benjamin Becerra, hatte beim Neujahrsempfang der KAB kritische Worte geäußert.

Von Frederik Grabbe | OSNABRÜCKER ZEITUNG

Der Verein Islamischer Weg stellt sich Äußerungen des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde, Pedro Benjamin Becerra, entgegen, wonach der Verein „mitten in Delmenhorst gegen Israel und die Juden“ agitiere. Die Worte Becerras beim Neujahrsempfang der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) lässt der Islamische Weg nicht unwidersprochen. Der Vereinsvorsitzende Yavuz Özoguz wirft Becerra in einer Stellungnahme Verleumdung vor. „Dazu ist festzustellen, dass der Islamische Weg e.V. noch nie gegen das Judentum oder Anhänger der Religion agiert hat und das auch niemals tun wird. Ganz im Gegenteil ist das Judentum eine im Islam und von Muslimen respektierte Religion“, so Özoguz. Özoguz spricht in der Mitteilung von einer „völkerrechtswidrigen Besatzung“ Palästinas durch Israel, die der Verein kritisiere. Becerra vereinnahme das Judentum für völkerrechtswidrige Handlungen Israels.

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