Wie sich der Niedergang des IS weltweit bemerkbar macht


Auf einem Fenstersims in der nordsyrischen Stadt Raqqa steht eine Wasserflasche – bemalt im Antlitz eines IS-Kämpfers. (Foto: picture alliance/AP Photo)
  • Ob Sankt Petersburg oder Las Vegas – die Terrormiliz Islamischer Staat reklamiert immer mehr Anschläge oder auch Amokläufe für sich, die nachweislich nicht auf ihr Konto gehen.
  • In deutschen und europäischen Sicherheitskreisen wird das aufmerkam registriert. Der IS sei auf dem Weg zu einer „Organistion von Angebern“ zu werden, heißt es.
  • Tatsächlich ist die Zahl von islamistischen Anschlägen oder Anschlagsversuchen in Deutschland zuletzt gesunken.

Von Georg Mascolo, Ronen Steinke | Süddeutsche Zeitung

Es war kurz vor der Jahreswende, als in einem Supermarkt in Sankt Petersburg eine Bombe in einem Schließfach explodierte, sie war mit Metallteilen gespickt. 14 Menschen wurden verletzt, nur durch Glück kam niemand ums Leben.

Kurz darauf verschickte der Nachrichtenkanal Wilayat News Network, ein Propagandaorgan des sogenannten Islamischen Staates, eine Eilmeldung. Dieser Anschlag gehe auf das Konto einer „verdeckten Einheit“ des IS, welche das „Kreuzzüglerland“ Russland ins Visier genommen habe, hieß es auf Arabisch und Englisch. „Die Explosion führte zur Verletzung von 13 Kreuzzüglern, gepriesen sei Allah.“

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