Die Religion, ein Anker für viele junge Flüchtlinge


foto: dpa / frank rumpenhorst Unter jungen Musliminnen ist die Religiosität besonders ausgeprägt, sie gehen öfters zum Gebet in die Moscheen und legen mehrheitlich (66 Prozent) Wert darauf, in der Öffentlichkeit Kopftuch zu tragen.
Eine Grazer Studie über Flüchtlinge unterstreicht die eminente Bedeutung der Religion für junge Muslime. Vor allem Frauen sind von großer Religiosität erfasst. Mit der Religion sei aber auch Antisemitismus aus den Herkunftsländern mitgekommen, sagt der Studienautor

Von Walter Müller | derStandard.at

ie untersuchte Gruppe sei zwar nicht wissenschaftlich repräsentativ, deren Aussagen böten aber Hinweise auf bundesweite Entwicklungen – vor allem in den urbanen Räumen, sagt Ednan Aslan. Der Islamforscher der Uni Wien hat – nach der umstrittenen Kindergartenstudie in Wien – nun die religiöse und ethische Orientierung muslimischer Flüchtlinge in der steirischen Landeshauptstadt Graz untersucht.

Aussagen von 288 Flüchtlingen aus elf Betreuungsunterkünften wurden dazu nach Face-to-Face Befragungen protokolliert. Der erste Eindruck: Rund die Hälfte der Befragten gab an, dass die Religion hier in Österreich eine wesentlich größere Rolle spiele als noch in ihrem Herkunftsland.

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