Fukushima: Mehr als eine Million Tonnen mit Tritium belastetes Wasser soll ins Meer abgeleitet werden


Blick in die Zerstörungen im Reaktor 3, in dem 2011 eine Kernschmelze stattfand. Bild: Tepco
Die japanische Atomaufsichtsbehörde erklärt, dass schnell eine Entscheidung über das in hunderten Tanks gesammelte Wasser getroffen werden müsse und dass von Tritium keine Gefahr ausgehe

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Fast sieben Jahre liegt die Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima zurück. Das Erdbeben und der dadurch ausgelöste Tsunami führte zum Ausfall der meisten Generatoren, in drei der Reaktoren trat nach Explosionen eine Kernschmelze ein. Der von der Kernschmelze betroffene Reaktor 3 in Reaktor 3 enthielt gefährliche Mischoxid-Brennelemente aus Uran- und Plutoniumdioxid. Erst im Juli des letzten Jahres war es nach mehreren gescheiterten Versuchen gelungen, mit dem Roboter Mini-Manbo ins Innere eines Reaktors zu blicken und so zu sehen, wie groß der Schaden ist.

Es handelte sich um Reaktor 3. Die Bilder des Roboters zeigten, dass der Reaktorbehälter, wie vermutet, durchgebrochen war und die geschmolzenen Brennstäbe auf dem Boden darunter wie Lava wieder erstarrten. Ähnliche Bilder erhielt man dann aus den beiden anderen Reaktoren. Nach sechs Jahren also fand die erste Analyse des Schadens statt, also nur der erste Schritt zur Bewältigung der Katastrophe.

Während noch unklar ist, was mit den drei zerstörten Reaktoren und dem hochradioaktiven Material geschehen soll, rückt allmählich das Ende einer Maßnahme heran, das sich schon lange ankündigte. Das Wasser, das man zur Kühlung der Reaktoren und Abklingbecken verwendet, täglich bis zu 200 Tonnen, verdampft nur zum Teil.

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