Jüdische Gemeinde verklagt evangelische Kirche wegen Schmäh-Relief


Judensau an der Stadtkirche Wittenberg. Bild: wikimpedia.org/CC-BY-SA 4.0 – Posi66
Seit dem 13. Jahrhundert ziert die antisemitische Plastik „Judensau“ die Seite der evangelischen Stadtkirche in Wittenberg. Schon 2017 regte sich von Seiten mehrerer Organisationen Widerstand gegen das historische Relief – jetzt hat ein Mitglied der Jüdischen Gemeinde in Berlin die Kirche sogar verklagt.

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Michael Dietrich Düllmann von der jüdischen Vereinigung „Synagoge Sukkat Schalom“ aus Berlin hat beim Amtsgericht Wittenberg eine Forderung zur Beseitigung der umstrittenen Plastik eingereicht, wie die „Bild“ berichtet. Das steinerne Relief zeigt eine Sau, die Juden säugt: ein Symbolbild, das Juden im Mittelalter davor warnen sollte, sich in der Stadt niederzulassen.

Laut „Bild“ brachte die Stadt zwar nach dem Zweiten Weltkrieg ein Mahnmal unter dem Relief an, das an die Judenpogrome unter der Terrorherrschaft des Dritten Reiches erinnern soll – die „Judensau“-Plastik selbst wurde jedoch nicht entfernt. Michael Düllmann sehe in dem Steinrelief jedoch eine unerträgliche antisemitische Beleidigung, die die Stadtkirche Wittenberg schon längst hätte beseitigen sollen.

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