Abbas nennt Trumps Jerusalem-Entscheidung „Ohrfeige des Jahrhunderts“


Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. (Foto: AFP)
  • US-Präsident Trump habe die Jerusalem-Frage „mit einem Tweet vom Tisch gewischt“, kritisiert Palästinenserpräsident Abbas.
  • Er will die USA nicht mehr als Vermittler im Nahostkonflikt akzeptieren.
  • Mit Israel getroffene Vereinbarungen würden überdacht.

Süddeutsche Zeitung

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch US-Präsident Donald Trump als „Ohrfeige des Jahrhunderts“ kritisiert. „Herr Trump hat die Jerusalem-Frage mit einem Tweet vom Tisch gewischt“, sagte Abbas am Sonntag bei einer Rede zum Auftakt eines zweitägigen Treffens des PLO-Zentralrats in Ramallah im israelisch besetzten Westjordanland.

Die Friedensverträge mit Israel erklärte Abbas der Zeitung Haaretz zufolge für „tot“. Trump hatte mit seiner einseitigen Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels Anfang Dezember eine jahrzehntelang bestehende Politik der USA beendet.

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