„Auch in Deutschland Menschenrechtsdefizite“


Menschenrechtsexperte Christoph Strässer beklagt Defizite bei der Umsetzung der Behindertenrechtskonvention in Deutschland. Theologe Bielefeldt kritisiert internationales Zerbröckeln von Standards.

evangelisch.de

Der frühere Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Strässer (SPD), hat eine schleppende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland kritisiert. Hier offenbarten sich Menschenrechtsdefizite, sagte Strässer am Wochenende auf einer Tagung im westfälischen Schwerte. Bei der Umsetzung hinke Deutschland weit hinter den skandinavischen Ländern hinterher.

Ein Grund für die Verzögerungen zur gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ist nach Ansicht von Strässer der Föderalismus. „Beim Thema Barrierefreiheit heißt das 16 verschiedene Landesbauordnungen“, sagte er. Zudem finde eine Inklusion auf dem Arbeitsmarkt kaum statt. „Es greift zu kurz, die Inklusion nur auf den Bildungsbereich zu beschränken“, erklärte er.

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