Pest: Freispruch für die Ratten


Der „Schwarze Tod“ raffte im Mittelalter ein Drittel der europäischen Bevölkerung dahin. © historisch
Überraschende Erkenntnis: Ratten und Rattenflöhe waren doch nicht die Hauptschuldigen am „Schwarzen Tod“. Denn die große Pestepidemie des Mittelalters wurde nicht von den Nagern verbreitet, sondern vorwiegend durch Menschenflöhe und Kleiderläuse, wie eine Analyse jetzt enthüllt. Die blutsaugenden Parasiten übertrugen den Pesterreger von Mensch zu Mensch und sorgten für rapide Ausbreitung der Seuche – ganz ohne Mithilfe der Ratten.

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Die Pest hat im Laufe der Geschichte immer wieder verheerende Seuchen in Europa ausgelöst. Am schwerwiegendsten war jedoch die zweite Pandemie: Ab Mitte des 14. Jahrhunderts raffte der „Schwarze Tod“ ein Drittel der europäischen Bevölkerung hinweg. Der Erreger, das Bakterium Yersinia pestis, gelangte dabei wahrscheinlich über die Seidenstraße nach Europa. Einmal dort angekommen, sorgten Ratten und Rattenflöhe für die Verbreitung der Seuche – so jedenfalls dachte man bisher.

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