Wissenschaftler lösen das Rätsel der 15 Millionen toten Azteken


Mitte des 16. Jahrhunderts starben Millionen Azteken an einem bislang unbekannten Erreger Quelle: Getty Images/Moment Open/?fitopardo.com
Als Europäer die „Neue Welt“ eroberten, brachten sie viele neue Keime mit, besonders dramatisch war die „Azteken-Pest“ im Jahr 1545. Ein neues Testverfahren hat nun offenbart, was genau mehrere Millionen Menschen dahingerafft hat.

Von Mario Lips | DIE WELT

Nachdem Christoph Kolumbus Ende des 15. Jahrhunderts Amerika entdeckt hatte und immer mehr Europäer in Kontakt mit den Ureinwohnern kamen, gab es auch einen fatalen Austausch von Krankheitserregern. Die Immunsysteme der Menschen waren mit völlig fremdartigen Keimen überfordert, sowohl in der indigenen Bevölkerung als auch bei den Eroberern gab es zahlreiche Todesfälle.

Eine der schlimmsten Epidemien bei den Azteken brach im Jahr 1545 aus und wütete fünf Jahre lang. Bis zu 15 Millionen Einheimische sollen der „Cocoliztli“-Krankheit in Mittel- und Nordamerika zum Opfer gefallen sein. Welche Erreger für dieses Massensterben verantwortlich waren, ließ sich anhand der beschriebenen Symptome nur vage vermuten.

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