„Der Dienst an der Waffe ist keine Schreinerlehre“


Sigurd Rink, die Apocalypse. bearb. BB

Die Zahl der Soldatinnen und Soldaten bei der deutschen Bundeswehr, die bei Dienstantritt noch nicht volljährig waren, ist im vergangenen Jahr auf einen Höchstwert gestiegen. Besonders stark wuchs die Zahl der minderjährigen Soldatinnen. Kritiker reden von „Kindersoldaten“. Militärbischof Sigurd Rink spricht sich für Volljährigkeit aus.

evangelisch.de

Herr Rink, Sie sind seit August 2014 der erste hauptamtliche evangelische Militärbischof in Deutschland. Jetzt haben Sie sich kritisch zu Wort gemeldet zum Thema minderjährige Soldatinnen und Soldaten bei der Bundeswehr.

Sigurd Rink: Ja, das sollte meines Erachtens die absolute Ausnahme sein, weil der Dienst an der Waffe und die Ausbildung an der Waffe keine Schreinerlehre ist oder ein anderer Beruf, sondern ein hohes Maß an ethischer und moralischer Reflexion voraussetzt und damit eben auch Volljährigkeit. Die Grundidee der Bundeswehr zur Zeit ihrer Gründung war ja das berühmte Diktum von dem Staatsbürger in Uniform. Und damit verbunden sind heute eben auch Wahlrecht und Volljährigkeit. Und ich denke, das sollte der Normalfall sein. Ein Dienst und eine Ausbildung an der Waffe sind also vor der Volljährigkeit nicht angezeigt.

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