„Der Wille zur Verteidigung der Menschenrechte lebt


Teilnehmer einer Gay-Pride-Parade halten im August vergangenen Jahres im russischen Sankt Petersburg der Staatsmacht Regenbogenfahnen entgegen. (Foto: Olga Maltseva/AFP)
  • Von Afghanistan bis Simbabwe – in etlichen Ländern weltweit kommt es zu massiven Verstößen gegen die Menschenrechte, berichtet Human Rights Watch im aktuellen Jahresbericht.
  • Die Entwicklung ist den Aktivisten zufolge aber nicht ganz so schlimm, wie vor einem Jahr befürchtet.
  • Viele Menschen würden erkennen, wie abwegig die angeblichen Lösungen der Populisten auf Kosten von Minderheiten sind.
  • Einflussreiche Länder wie die USA, Großbritannien, Deutschland und Frankreich tun derzeit wenig für die Menschenrechte. Erfolge gehen vor allem auf kleine Staaten und eine engagierte Öffentlichkeit zurück.

Von Markus C. Schulte von Drach | Süddeutsche Zeitung

Von der Organisation Human Rights Watch erwartet man eher keine guten Nachrichten, schließlich hat sie sich zur Aufgabe gemacht, Verstöße gegen die Menschenrechte aufzuzeigen. Ihr jetzt in Paris vorgestellter Jahresbericht 2018 erfüllt diese Erwartungen auch weitgehend. Aber was die Menschenrechtsaktivisten für die Zeit von Ende 2016 bis November 2017 beobachtet und zusammengetragen haben, lässt sie zu dem überraschenden Schluss kommen: Es ist nicht ganz so schlimm gekommen, wie vor einem Jahr befürchtet.

Gut steht es um die Menschenrechte weltweit deshalb allerdings noch lange nicht, wie der Bericht zeigt, in dem auf 643 Seiten die Lage in mehr als 60 Staaten zusammengefasst wird.

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