Kind darf nicht von Sexualkundeunterricht befreit werden


Die Richter argumentieren, dass Sexualkundeunterricht dem Ziel diene, Kinder vor sexueller Gewalt zu schützen Quelle: pa/KEYSTONE
Ist ein siebenjähriges Kind zu jung, um aufgeklärt zu werden? Nein, hat nun der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschieden. Der Sexualkundeunterricht diene dazu, Kinder vor Missbrauch zu schützen.

DIE WELT

Eine Schweizer Mutter hat nach Ansicht des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte kein Recht darauf, ihr Grundschulkind vom Sexualkundeunterricht befreien zu lassen. Die Straßburger Richter wiesen die Klage der Frau am Donnerstag als unbegründet zurück.

Die Klägerin aus Basel hatte argumentiert, Aufklärungsunterricht in der zweiten Klasse komme zu früh. Damit werde ihr Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens verletzt. Das betroffene Kind ist sieben Jahre alt. Obwohl ihre Tochter letztlich nie an einem solchen Angebot teilgenommen hatte, hatten sich die Eltern grundsätzlich gegen den Aufklärungsunterricht gewandt.

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