Mit der AfD-nahen Stiftung will Sarrazin nichts zu tun haben


Thilo Sarrazin (Bild: Richard Hebstreit, CC-BY)

„Geht gar nicht“: Thilo Sarrazin stört, dass sein Name auf einer Kandidatenliste für das Kuratorium der geplanten AfD-nahen Stiftung auftaucht. Dieser könnte bei einer Benennung nach Gustav Stresemann juristischer Ärger drohen.

Von Matthias Kamann | DIE WELT

Thilo Sarrazin dementiert entschieden. „Das ist falsch. Mich hat nie jemand angesprochen“, sagte Sarrazin auf WELT-Anfrage. Er sei Sozialdemokrat, so der Bestsellerautor („Deutschland schafft sich ab“). Es gehe „gar nicht, dass ich dem Kuratorium einer AfD-nahen Stiftung angehöre“.

Dieser Eindruck aber konnte an der AfD-Spitze entstehen. Bevor nämlich der Parteivorstand am Freitag über die Anerkennung einer Stiftung als „parteinah“ beraten wird, schien es so, als sei Sarrazin für das Kuratorium von einer der sich bewerbenden Stiftungen gewonnen worden. Es handelt sich um die Gustav-Stresemann-Stiftung (GSS), benannt nach dem nationalliberalen Reichskanzler und Außenminister der Weimarer Republik.

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