Wegen 9/11: US-Anklage gegen den deutschen Djerba-Dschihadisten


Französisches Polizeifoto von G. Bearbeitung: TP
Der Spätaussiedler aus Polen verbüßt derzeit in Frankreich eine achtzehnjährige Haftstrafe

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

17 Jahre nach den al-Qaida-Anschlägen auf das World-Trade-Center und das Pentagon hat die Staatsanwaltschaft von Manhattan den deutschen Staatsangehörigen Christian G. alias „Abu Ibrahim“ wegen Verschwörung zum Mord und Unterstützung einer Terrororganisation angeklagt. Der Verdacht, dass G., der bereits 1996 zum Islam konvertierte, von 1992 bis 1994 mit einem saudischen Stipendium in Medina religiös „ausgebildet“ wurde und danach mehrfach in die bereits in den 1990er Jahren von salafistischem Terror geplagten Länder Tschetschenien, Pakistan und Afghanistan reiste, bei diesem Jahrhundertanschlag half, besteht bereits länger.

So berichtete beispielsweise der Spiegel 2003, der al-Qaida-Kommandant Khalid Scheich Mohammed habe seinen amerikanischen Befragern offenbart, dass der deutsche Staatsangehörige Kurierdienste für ihn und Osama bin Laden erledigte. Und auf einem im Januar 2000 in Afghanistan aufgenommenen und später von den Amerikanern sichergestellten Video ist er zusammen mit 9/11-Terrorpiloten und anderen al-Qaida-Größen zu sehen.

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