Atheisten nicht länger totschweigen!


Kampagne von Atheisten 2009 in Berlin: „Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott.“ (Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa)
Menschen, die nicht an einen Gott glauben, werden oft ungerecht behandelt. Jetzt wurden sie in Berlin mit Katholiken und Protestanten offiziell gleichgestellt. Eine spektakuläre Nachricht. Doch sie wurde kaum wahrgenommen. Genau das ist das Problem und ein Kern vieler sozialer Konflikte.

Von Lamya Kaddor | T-Online

Es war Zufall… obwohl… nach meiner Überzeugung gibt es ja keine Zufälle. Also hatte es wohl einen Sinn, dass ich Anfang der Woche auf die Nachricht aufmerksam wurde. Es war nur eine lokal begrenzte Meldung in den Medien, doch aus meiner Sicht hat sie eine zukunftsweisende gesellschaftspolitische Bedeutung.

Atheisten, die den Glauben an einen Gott nicht teilen, Agnostiker, die die Frage nach göttlicher Existenz für ungeklärt halten, Konfessionsfreie, die keiner Religionsgemeinschaft angehören, kurz: säkulare Menschen sind nun offiziell gleichgestellt mit Katholiken und Protestanten; jedenfalls in Berlin. Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg (HVD) ist als Körperschaft des Öffentlichen Rechts (KdÖR) anerkannt worden und das wurde am Wochenende im Beisein von Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) feierlich begangen.

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Ein Gedanke zu “Atheisten nicht länger totschweigen!

  1. Rolo

    Eigentlich ist es mir persönlich ja egal ob ich von den Katholen, Evangelen, Musels oder anderen Geistergläubigen „gleichgestellt“ werde. Die bringen mir eh´ keinen Sommer und keinen Winter. Allerdings ist es längst an der Zeit, dass im Sinne von Gerechtigkeit alle Menschen gleichgestellt werden. Leider stehen unsere, am christlichen Glauben orientierten Politiker, diesbezüglich voll auf dem Schlauch. Auf der einen Seite wollen sie in unserem Land sämtliche Religionen gleichstellen aber die (mit über 30 % anteiligen) Nichtgläubigen möglichst aussen vor lassen. In Berlin wurde jetzt ein erster, vernünftiger Schritt in die richtige Richtung getan. Wollen wir hoffen, dass das zarte Pflänzchen bald kräftig Wurzeln treibt.

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