Mehr als eine Glaubensfrage


Glasklarer Klang: Eine Glocke in der Kirche Mariä Himmelfahrt in Bergkirchen bei Jesenwang. (Foto: Johannes Simon)
Die katholischen und evangelischen Kirchen im Landkreis wollen das Glockenläuten als Teil der Tradition beibehalten. Gleichwohl signalisieren ihre Repräsentanten Verständnis für lärmgeplagte Nachbarn

Von Stefan Salger | Süddeutsche.de

Noch bis Anfang des vergangenen Jahrhunderts wäre wohl niemand auf die Idee gekommen, sich über das Läuten der Kirchenglocken zu beschweren. Es war der Ruf zum Gebet oder zum Gottesdienst, kündete von Hochzeiten oder Todesfällen. Wenn es brannte, wurden die Glocken geläutet, um alle Helfer herbeizurufen. Und wer auf dem Feld arbeitete, der wusste immer auf die Viertelstunde genau, wie spät es ist. Die Zeiten haben sich geändert, die Menschen sind kritischer geworden und fühlen sich häufiger durch den Glockenschlag belästigt. Ist das Läuten also noch zeitgemäß? Hat nicht längst jeder eine Uhr und kann sich vom Smartphone bei Bedarf die Minuten bis zum nächsten Gottesdienst herunterzählen lassen? Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche warnen davor, die Tradition dem Zeitgeist zu opfern. Sie sehen im Läuten weit mehr als ein bloßes akustisches Signal.

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1 Comment

  1. „Mehr als eine Glaubenfrage“ ? Ja, es ist ein weiterer religiotischer Spleen, der wie alles was man sich unter Religioten im Laufe der Zeit ausgedacht oder angeeignet hat, zu dem ganzen Klimbim dazugehört. (Weil´s halt so arg schee is. 😉 )
    Wie sprach der Herr? „Und werdet wie die Kinder“. Matthäus 18:3 Amen

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