Wie viel Masse verliert unsere Sonne?


Die Nähe des Planeten Merkur zu Sonne – hier bei einem Transit – macht ihn zu einem sensiblen Anzeiger für Massenveränderungen unseres Sterns. © NASA/SDO
Unsere Sonne wird stetig leichter. Wie groß dieser Massenverlust ist, haben nun Forscher anhand der Bahnveränderungen des Merkur ermittelt. Das Ergebnis: Pro zehn Milliarden Jahre verliert die Sonne knapp ein Zehntel Prozent ihrer Masse. Das klingt nicht viel, reicht aber aus, um die Planetenbahnen um 1,5 Zentimeter pro Jahr und astronomischer Einheit nach außen driften zu lassen, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Communications“ berichten.

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Der Planet Merkur und seine Bahn halfen schon Albert Einstein dabei, seine Allgemeine Relativitätstheorie zu überprüfen. Denn der Schwerkrafteinfluss unseres Sterns führt – zusammen mit den Einflüssen der restlichen Planeten – dazu, dass der Planet um die Sonne eiert: Seine Perihelien verschieben sich mit jedem Umlauf. Auch die durch ihre Rotation verursachte „Ausbeulung“ der Sonne an ihrem Äquator und ihr schleichender Masseverlust durch Kernfusion und Sonnenwind beeinflussen die Merkurbahn.

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